„Saxofon spiele ich, seit ich denken kann, eigentlich schon immer. Seit der ersten Klasse bin ich in der Musikschule. Als der Krieg losging, sind wir zuerst in eine andere Stadt in der Ukraine gefahren – in der Hoffnung, dass der Krieg bald vorbei sein würde. Aber wir konnten nicht mehr zurück nach Hause. Jetzt lebe ich mit meiner Mutter in Berlin, gehe hier zur Schule. Das Saxofonspielen ist ein Teil meines vergangenen Lebens in Kiew und ein Teil meines neuen Lebens in Berlin. Egal, was die Zukunft bringt und wo sie mich auch hinführt, mein Instrument werde ich immer mitnehmen. Es verbindet mich mit zu Hause, mit meiner Kindheit und mit einer Zeit ohne Krieg.“
KriegMitgenommen

Wer flieht, muss viel zurücklassen. Hier erzählen Kinder und Jugendliche, was sie retten konnten. Diesmal: Hlib, 16, aus Kiew in der Ukraine. Er lebt seit 2,5 Jahren in Berlin.
Protokoll von Sofia Zharinova