Digitale Lehre:Zu wenige IT-Betreuer in der Schule

An Gymnasien mangelt es nicht nur an geeigneter Technologie für den Online-Unterricht, sondern auch an Know-how in Sachen Digitalisierung. Das zeigt eine Umfrage des Deutschen Philologenverbandes.

Deutsche Schulen sind einer Umfrage zufolge noch längst nicht optimal für einen digital unterstützten Unterricht ausgerüstet. Fast die Hälfte der Lehrkräfte (43 Prozent) hat bisher kein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt bekommen, zeigt die Befragung des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) unter knapp 7000 Lehrkräften von Gymnasien und auf das Abitur vorbereitenden Schulen. Die Umfrage wurde im Oktober und November online durchgeführt.

Knapp 50 Prozent der befragten Gymnasiallehrkräfte gaben an, dass das WLAN an ihrer Schule nicht gut genug für den Unterricht nutzbar sei. Nur knapp 23 Prozent der Befragten erklärten, an ihrer Schule von einem professionellen IT-Betreuer unterstützt zu werden. Immerhin kann mittlerweile der Großteil der Gymnasiallehrer (69 Prozent) mit geeigneten und datenschutzkonformen Lernplattformen arbeiten.

Die Bundesvorsitzende des Verbandes, Susanne Lin-Klitzing, bezeichnet die Umfrageergebnisse indes als "Armutszeugnis" für die politisch Verantwortlichen nach mehr als 20 Monaten Pandemie. Sie fordert: "Die Schulen müssen unbürokratischer, schneller und besser ausgestattet werden."

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