Wie bewerten Sie den Sieg der FPÖ bei der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl in Österreich? Das fragte die SZ die Nutzer ihrer Internetforen.
"Es ist eindeutig, dass sich nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa Menschen zurückgesetzt fühlen. Diese Menschen müssen endlich von der Politik wahrgenommen werden mit all ihren Bedürfnissen und Zukunfts- oder Lebensvorstellungen. Die Politik muss auch endlich wieder eine Angleichung der Vermögen zumindest anstreben. Wird dies weiter versäumt, dürften wir in ganz Europa bald einen Rechtspopulismus aufweisen, der nicht mehr demokratischen Regeln entspricht." (Annerose Linda Schur auf SZ.de)
"SPÖ und ÖVP regieren Österreich seit Jahrzehnten. Während dieser Zeit haben sich Regierung und Volk immer mehr entfremdet. In der den Wahlkampf dominierenden Frage des Umgangs mit der Flüchtlingsbewegung ist die Regierung nicht auf ihr Volk zugegangen. In Deutschland ist derzeit übrigens ein ähnlicher Trend zu beobachten, auch hier sehnen sich die Menschen nach einer Alternative zur angeblich ach so alternativlosen Politik der großen Koalition." (Andime auf SZ.de)
"Soweit ich das mitbekomme, ist die FPÖ inhaltlich ähnlich substanzlos wie in Deutschland die AfD: Hauptsache man ist dagegen, und das möglichst plakativ, denn das bringt eben die Wählerstimmen. Vielleicht wär es gar nicht mal so übel, käme mal ein FPÖler dran. Die Wähler würden dann ganz fix merken, dass die Partei nichts zu bieten hat." (autocrator auf SZ.de)
"Aufgrund der Möglichkeiten, die ein Bundespräsident in Österreich hat, ist mehr als nur Sorge angebracht, wenn dieses Amt in die Hände einer Partei fallen sollte, deren politischer Alltag im Wesentlichen aus Hetze und vorsätzlicher Falschinformation zwecks Emotionalisierung besteht. Die Kontakte vieler FPÖ-Funktionäre in die aktive Neonazi-Szene sind hinlänglich bekannt und legen den Schluss nahe, dass es sich bei der FPÖ nicht um eine rechtspopulistische, sondern um eine rechtsextreme Partei handelt." (Micropardalos auf SZ.de)
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