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Corona:Jetzt ist die Jugend dran

Die Schulen machen bald auf. Bei Familien macht sich Erleichterung breit, verbunden mit der Forderung, dass dies auch bei einem dritten Lockdown so bleiben müsse. Ein Essay über die Probleme und auch die Leistungen der jungen Leute stößt auf große Resonanz.

Zu "Versäume deine Jugend" am 5. März:

Mir sind die Tränen gekommen bei all dieser traurigen Wahrheit. Als Mutter zweier Teenager und Lehrerin habe ich schon seit Wochen wahrgenommen, dass die Jugendlichen an ihre Grenzen kommen - und zwar alle. Natürlich trifft es sozial Schwächere, die sich keinen Laptop und keine Nachhilfe leisten können, schwerer. Aber auch alle anderen Kinder und Jugendlichen können nicht länger so weiterleben. Unsere Jugend hat den Zustand der Ungeduld und Wut schon lange überschritten: Stattdessen haben sich Motivationslosigkeit, Schlafstörungen, Stimmungstiefs und Lethargie breitgemacht. Und das in einer Zeit, die prägend für das Leben ist - schließlich wird das Gehirn in der Pubertät umgebaut, und tagelang vor dem Computer zu sitzen, statt im Verein Sport machen zu können, ist auf alle Fälle kontraproduktiv oder sogar gefährlich.

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Aber noch mehr ist diese Zeit prägend für das Leben in Bezug auf die persönliche Entwicklung. Ich wünsche unseren Kindern, dass sie all das sehr bald nachholen können, deshalb müssen die Schulen jetzt so bald wie möglich aufgemacht werden (unter Sicherstellung des Gesundheitsschutzes der Lehrkräfte natürlich), aber auch Straßencafés und Sportvereine. Mit der fortschreitenden Impfung der gefährdeten Altersgruppen sind endlich die Jüngeren am Zug - hoffentlich noch rechtzeitig!

Susanne Schubert, Passau

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© SZ vom 06.03.2021/cat
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