Berlin:Immer mit gesenktem Blick

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Nach dem Wahldebakel in der Bundeshauptstadt ist alles wie immer: Die einen lieben und verteidigen ihre Stadt, die anderen wundern sich, wie man's dort aushält.

Zu "Berlin, ein Skandal" vom 28. September:

Da wäre ein Wumms nötig

"Great Expectations" beschreibt unser Gefühl, als wir 2006 von München nach Berlin umzogen, obgleich man in der SZ schon damals sehr aufschlussreiche Artikel über den miserablen Zustand großer Teile der Hauptstadt lesen konnte. Wir haben es bitter bereut. Ich wunderte mich eigentlich jeden Tag, dass die Stadt doch auf wundersame Weise wieder erwachte und in sehr engen Grenzen irgendwie funktionierte. Gelernt habe ich, den Blick stets nach unten zu senken - nicht nur, weil man sich für diese Stadt schämt, sondern um den allgegenwärtigen Hundekot zu vermeiden. Nach vier Jahren hat es uns gereicht. Es ist unglaublich, was diese Stadt sich leistet, und ich verstehe nicht, weshalb 1848 ein Barrikadenaufstand möglich war - und man sich als Berliner die heutigen Zustände einfach gefallen lässt! Ich fürchte allerdings, eine gewisse "Berlinisierung" hat das ganze Land erreicht, da vieles einfach nicht mehr klappt und ein echter "Ruck" fehlt (ein "Wumms" würde auch reichen).

Renate von Törne, Hof an der Saale

Unfairer Vorwurf

Der Autor hat recht. Die Wahlvorbereitung und die Wahldurchführung waren in einigen Berliner Wahlbüros eine nicht entschuldbare Katastrophe. Der Berlin-Marathon, der am selben Tag stattfand, erschwerte manches. Dass die Polizei hier nicht eingegriffen hat, um Transporte von Stimmunterlagen zu unterstützen, macht ratlos. Die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen verkehrsberuhigenden Maßnahmen und einer schlechten Wahldurchführung ist eine bodenlose Frechheit. Es gibt in der ganzen Republik drastische Versuche von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, aber anscheinend nur in Berlin hat die Wahldurchführung zu Missständen geführt. Diese Verquickung des Autors ist nach meiner Ansicht dummdreist und tendenziös.

Peter Walny, München

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