Die griechische Mythologie kennt Iris als die Göttin des Regenbogens, sieben Farben von Rot bis Violett - alles außer Weiß. Der neue, 40. Asterixband heißt "Die weiße Iris". Ein bisschen anders soll also alles sein, eine Art Antiasterix. Das gallische Dörfchen voller Rüpel wird auf einmal von Dufttherapie und Achtsamkeit überfallen. Troubadix darf auf einmal singen, sogar der Sinn von Hinkelsteinen wird infrage gestellt. Dies alles ist das Werk von Visusversus: Kinnbärtchen, Perlenkette, Weichspülgebrabbel. Ein Gesandter Cäsars, der den Galliern die Seele verdreht. Das ist lustig. In der verdrehten Welt zeigt sich die echte noch mal deutlicher. Es geht dabei um ganz aktuelle Fragen: Wer wollen wir sein? Was macht uns aus? Wie anfällig sind wir für Lobhudelei und einfache Erklärungen? Das Ganze ist durchsetzt mit aktuellen Anspielungen: Es gibt römische Tretscooter und den Eilkarren Thalix mit DB-Sprech-Durchsagen. Der Zenturio trägt den wunderschönen Namen Daximplus und auf der Straße nach Lutetia herrscht Stau, weil sich dort jemand aus Protest gegen die Abholzung des Karnutenwaldes festgeleimt hat. Alle Farben des Regenbogens zusammen ergeben eben Weiß - und da sieht man am besten.
AktuellNeuer Asterix

Keine Wildschweine, kein Prügeln und selbst Verleihnix hat jetzt plötzlich frischen Fisch. Warum die verkehrte Asterixwelt eine gute Nachricht ist.