Gelandet war Slim bereits vergangenen Samstag, dann aber wegen Problemen mit den Solarpaneelen erst mal abgeschaltet worden. Man musste warten. Auf dem Mond dauert eine Nacht 14 Tage lang ... Diesen Donnerstag wurde dann klar: Slim, das steht für Smart Lander for Investigating Moon, eine Art Monddetektiv also, hat die Landung ziemlich gut hingekriegt. Ziel war es nämlich, nicht einfach irgendwo auf dem Mond zu landen, sondern punktgenau. Und gelandet ist Slim nur 55 Meter von dem Zielpunkt entfernt. Das gilt für Monddetektive als punktgenau. Wichtig ist das, weil die Forschenden hoffen, genau dort, auf dem Shioli-Krater, auf Material aus dem Mondinneren zu stoßen: Damit wollen sie die alte Frage nach Wasser auf dem Mond klären. Detektivarbeit halt. Was es ganz sicher jetzt auf dem Mond gibt, ist Spielzeug. Der größte japanische Spielzeughersteller hat extra für die Mondmission einen Kugel-Rover entwickelt. Klein wie ein Tennisball, aus Aluminium hält er Stöße und kleinere Unfälle aus. Wie ein Transformer lässt er sich dann verwandeln: Die Hülle wird zu Rädern, Kameras fahren aus, hinten stabilisiert ein Schwanz die Mondfahrt - je nachdem, was die Detektive am Boden halt gerade so brauchen. Mal sehen.
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Die japanische Sonde "Slim" hat Spielzeug an Bord und ist mehr oder minder genau dort gelandet, wo sie sollte. Ja und? Doch, das ist etwas Besonderes.