Wutausbruch im Büro:"Wenn jemand am Schreibtisch explodiert, ist es schon zu spät

Lesezeit: 2 min

Beuret: Wenn jemand am Schreibtisch förmlich explodiert, dann ist es eigentlich schon zu spät. Dann hat der Chef oder hat die Firma versagt. Ein respektvoller Umgang miteinander und eine offene Kommunikation dagegen helfen, solche Situationen zu verhindern.

SZ: Und wenn es doch einmal so weit kommen sollte...

Beuret: Dann kann man nur versuchen - selbst in diesem Moment - respektvoll mit dem Mitarbeiter umzugehen und ihn zu beruhigen. Man könnte eingestehen, dass tatsächlich vieles nicht gut läuft und ihm anbieten, darüber zu reden. Auf der anderen Seite sollte ein Chef dem Mitarbeiter auch signalisieren, dass sein Verhalten nicht akzeptabel ist und dass er Hilfe benötigt. Jedem Vorgesetzten, aber auch jedem Mitarbeiter würde ich heute raten, ein paar gute Stressmanagementtechniken zu erlernen.

SZ: Welche denn?

Beuret: Zum Beispiel die "Emotional Freedom Technique", die sich leicht erlernen lässt. Man setzt sich in einen bequemen Sessel und denkt intensiv an das Problem und die Person, die einen belasten. Dabei drückt man bestimmte Punkte an Augen, Nase, Mund, Brustkorb und den Händen. Das Klopfen dieser Meridiane beseitigt natürlich nicht die Umstände, die den Stress auslösen. Es ist aber ein Instrument, mit dem man Überreaktionen auf diese Umstände reduzieren kann.

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