Weiterkommen im Job Meister-Bafög und andere Zuschüsse

Wer nach seiner Erstausbildung mit einer längerfristigen Weiterbildung noch einen weiteren Berufsanschluss erwerben will, kann Meister-Bafög beantragen. Geld gibt es nicht nur für Handwerker, die ihre Meisterprüfung ablegen wollen, sondern für alle, die eine vergleichbare Qualifikation erwerben, also beispielsweise auch künftige Techniker, Betriebsinformatiker, Fachkrankenpfleger oder Betriebswirte. Sie alle können, abhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen und dem ihrer Familie, für die Dauer ihrer Weiterbildung (in Ausnahmefällen bis zu fünf Jahre lang) monatliche Zuschüsse zum Lebensunterhalt erhalten. Bei Verheirateten mit zwei Kindern können das bis zu 1473 Euro im Monat sein. Auch die Lehrgangskosten werden bezuschusst. Bafög ist allerdings zumindest in Teilen ein, wenn auch zinsgünstiges, Darlehen, das nach einer gewissen Zeit getilgt werden muss. Weitere Infos gibt es hier.

Auch Studierende jenseits der 30 haben Anspruch auf Bafög. Voraussetzung: Sie müssen ohne Abi studieren oder ihre Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg erworben haben. Gerade für angehende Studenten gibt es außerdem zahlreiche Stipendien, zumal wenn das Studium eine berufliche Weiterbildung darstellt.

Für besonders begabte Weiterbildungswillige bietet der Bund Aufstiegs- und Weiterbildungsstipendien im Rahmen der Begabtenförderung an. Fördermöglichkeiten gibt es außerdem für eine Weiterbildung im Ausland oder für diejenigen, die einen Schulabschluss nachholen wollen.

Arbeitsagentur hilft mit Bildungsgutscheinen

In vielen Fällen übernimmt auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Kosten - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel um Arbeitslose besser für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Auch wer von Kündigung bedroht ist oder wessen Vertrag ausläuft, kann sich um einen Bildungsgutschein der BA bemühen; sie können beim Anbieter eingereicht werden, die Arbeitsagentur übernimmt dann die Kosten. Bildungsgutscheine können aber nur nach einer Beratung und bei anerkannten Trägern eingelöst werden - im Kursnet der Arbeitsagenturen sind diese zusammengestellt.

Wer einen Job, aber keinen Berufsabschluss hat oder nicht mehr in seinem Ausbildungsberuf arbeitet, kann sich außerdem für das Programm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) bei der Bundesagentur bewerben. Auch hier werden die Kurskosten, zumindest in Teilen, von der Arbeitsagentur übernommen, wenn man sich bei einem zugelassenen Anbieter fortbildet.

Zuschüsse gibt es viele, einen gewissen Eigenanteil muss man allerdings in der Regel einplanen. Aber immerhin kann jeder, der in eine Weiterbildung investiert hat, am Ende des Jahres Geld von der Steuer absetzen: 1000 Euro pauschal oder aber eine darüber hinausgehende Summe, die mit Belegen nachzuweisen ist.