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Üben fürs Vorstellungsgespräch:Bewerbungsgespräch beim Avatar

Die Personalchefin Frau Wagner ist ein Avatar, der registriert, wie sich ein Bewerber verhält.

(Foto: dfki)
  • Vorstellungsgespräche stellen für die meisten Menschen eine Stresssituation dar.
  • An der Uni Saarbrücken wird ein Computerprogramm entwickelt, mit dem Bewerber die Gespräche mit einem Avatar trainieren können.

Zitternde Stimme, verlegenes Lächeln, nervöses Zappeln. Für viele Bewerber ist das Vorstellungsgespräch eine Zerreißprobe. Weglaufen können sie in dieser Situation nicht, sie vorher durchspielen allerdings durchaus.

An der Universität Saarbrücken haben Psychologen und Informatiker ein Programm für Jugendliche entwickelt, mit dem sie Bewerbungsgespräche interaktiv trainieren können. Der Personalchef ist dabei ein Avatar, also ein virtueller Mensch. Er kann je nach Einstellung männlich oder weiblich sein, dominant oder unterstützend.

In drei Phasen trainiert der Bewerber Kommunikation

Frau Wagner ist ein solcher Avatar. Wie einem etwas ungelenken Computerspiel entsprungen, sitzt sie hinter ihrem Schreibtisch, vor sich ein Notebook, eine Kaffeetasse, ein Zettel und ein Stift. Sie trägt eine weiße Bluse und Jeans und schaut ihr Gegenüber mit tiefblauen Augen freundlich an.

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In drei Phasen soll der Bewerber nun mit ihr vor allem die nonverbale Kommunikation trainieren - zunächst das Kennenlernen, dann die Vorstellung der Firma und zuletzt ein Gespräch über Stärken und Schwächen.

Wichtig ist dabei nicht etwa, was der Bewerber sagt, sondern wie er es sagt. Hat er ein Lächeln auf den Lippen? Stellt er Augenkontakt her? Hält er sich gerade oder krumm? All das zeichnet eine Kamera auf. Und der Avatar reagiert darauf, stellt Fragen und gibt dem Bewerber am Ende ein Feedback - ganz wie in einem realen Bewerbungsgespräch.