Ist eine pinke Bewerbungsmappe kreativ oder peinlich?

Man könnte meinen, Ursula von der Leyen (CDU) bereite hier eine Bewerbungsmappe in eben jener Knallfarbe vor. Doch die Arbeitsministerin unterschreibt lediglich Autogrammkarten auf pinkem Grund - und auch Bewerber sollten ihr Anschreiben besser nicht zwischen bonbonfarbene Pappdeckel packen. Denn eine pinke Bewerbungsmappe kann genauso unangenehm auffallen wie ein buntkariertes Hemd beim Vorstellungsgespräch im Bestattungsunternehmen. "Bei der Farbwahl ist man mit einem gedeckten Grau oder dem klassischen Schwarz auf der sichereren Seite", sagt Bewerbungstrainer Herrmann.

Auch bei sogenannten "Guerilla-Bewerbungen" ist Umsicht geboten. Wer sein Anschreiben auf einer Klorolle formuliert, kann nicht sicher sein, dass alle Personalchefs das witzig finden. Kreative Späße sind eher fehl am Platz.

Generell gilt aber: Ob etwas peinlich oder kreativ rüberkommt, hängt nicht zuletzt von der jeweiligen Unternehmenskultur und der angestrebten Position des Bewerbers ab.

Bild: dpa 12. Februar 2013, 15:262013-02-12 15:26:32 © Süddeutsche.de/dpa/Yasemin Eckert/jobr/ihe