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Studenten:Lieber zu Mama als ins Wohnheim

Schmutzige Gemeinschaftsräume, kaum Platz zum leben: Das Studentenwohnheim hat ein schlechtes Image. Wer dort wohnt, ist trotzdem zufrieden - bis er auszieht.

Studentenwohnheime haben kein gutes Image - ihre Bewohner sind aber trotzdem zufrieden. Das hat eine Umfrage des Hochschul-Informations-Systems (HIS) in Hannover ergeben. Von den 22.000 befragten Studenten bewertete demnach jeder Vierte (24 Prozent) das Image der Unterkünfte als schlecht. Trotzdem würden von den tatsächlichen Bewohnern neun von zehn wieder dort einziehen.

Derzeit wohnen einige Studenten im Hörsaal. Generell lehnen sie Massenunterkünfte wie Wohnheime jedoch ab.

(Foto: Foto: dpa)

Die große Mehrhei will jedoch gar nicht erst ins Wohnheim - und zieht es vor, in einer Mietwohnung zu leben. 29 Prozent der Studenten entscheiden sich für eine Wohngemeinschaft, 21 Prozent ziehen mit dem Partner zusammen und 17 Prozent wohnen am liebsten allein.

Ein Fünftel (19 Prozent) bleibt bei den Eltern wohnen. Ins Wohnheim zieht nur jeder Siebte (13 Prozent), vor allem Studienanfänger und ausländische Studenten. Sie entscheiden sich dafür in erster Linie wegen der niedrigen Miete und der Nähe zur Hochschule.

Schlecht kommen die Wohnheime bei ehemaligen Bewohnern weg - dazu gehören mehr als ein Fünftel der Studenten, die jetzt auf andere Weise wohnen. Von ihnen war mehr als ein Drittel im Wohnheim unzufrieden. Als Gründe nennen sie fehlende Sauberkeit in Gemeinschaftsräumen und die geringe Größe des Wohnbereichs. Fast die Hälfte gibt auch Konflikte mit Mitbewohnern an.