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Stress im Studium:Geldsorgen bedeuten das Aus

Viele Studenten in Bachelor-Studiengängen fühlen sich zudem alleingelassen. Jeder Fünfte gibt an, dass er keinen Kontakt zu seinen Dozenten hat, wie ein Team um den Hochschulforscher Tino Bargel von der Universität Konstanz ermittelt hat. "Es ist auch diese mangelnde Feedback-Kultur, unter der Studenten leiden", sagt Grob. Studenten sollten daher von Professoren auch einfordern, ordentlich betreut zu werden - dazu sind diese schließlich da.

Angewiesen auf den Nebenjob

Wichtig sei auch, die Studienfinanzierung vorab zu klären, sagt Grob. Denn im Bachelor bleibt oft keine Zeit zum Jobben. "Ein Drittel der Studenten ist aber auf einen Nebenjob angewiesen." Geldsorgen bedeuten nicht selten das Aus im Studium: Laut der HIS-Studie gaben sie bei beinahe jedem fünften Abbrecher (19 Prozent) den Ausschlag.

Im Notfall sollten Studenten rechtzeitig die Reißleine ziehen, rät Grob: "Bloß nicht das Leiden unnötig verlängern. Glückliche Archäologen finden im Zweifel eher einen Job als unglückliche BWLer." Abbrecher sollten aber nicht alles hinwerfen, sondern neu starten.

Was ist schon ein Jahr?

Das müsse keinen großen Verlust bedeuten. Denn Studenten brechen im Bachelor deutlich früher ab als im alten System - im Schnitt nach 2,3 Fachsemestern. "Das ist ein verlorenes Jahr. Aber was ist schon ein Jahr, wenn ich dann weiß, dass ich in meinem Fach richtig bin?", erläutert Grob.