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Strategien gegen Lampenfieber:Der Angst davonlaufen

Um sich vor dem entscheidenden Auftritt zu beruhigen, hilft außerdem Bewegung: Joggen am Morgen oder sogar das Auf- und Ablaufen im Gang baut Stress ab. Darüber hinaus wirkt auch eine besondere Atemtechnik, die den Körper beruhigt: Dabei sollte man beim Einatmen langsam bis drei zählen, dann die Luft anhalten und wieder bis drei zählen, und auch beim Ausatmen den Dreier-Rhythmus beibehalten. Beim nächsten Ein- und Ausatmen zählt man bis vier, danach bis fünf und sechs.

Bewerber und Prüflinge können sich auch Strategien aus der Psychotherapie zu Nutze machen, etwa das sogenannte Ankern, wofür man allerdings ein wenig Übung braucht. Dabei presst man Daumen und Zeigefinger aufeinander und denkt währenddessen intensiv an ein positives Erlebnis: den letzten Urlaub, den schönen Abend mit dem Partner, das leckere Essen. Hat man oft genug "geankert", wird das gute Gefühl irgendwann allein durch das Aufeinanderdrücken der Finger ausgelöst - und hilft schnell in Notsituationen.

Ansporn zu Höchstleistungen

Genauso gut ist es, sich immer wieder klarzumachen, dass man in der unangenehmen Situation festen Boden unter den Füßen hat: Wenn beide Beine bewusst auf der Erde stehen, gibt das Sicherheit.

Außerdem sollte man sich immer wieder klarmachen: Nervosität ist normal - und in Maßen gut. Ist ein Bewerber oder Prüfling angespannt, konzentriert er sich besser und wird zu Höchstleistungen angespornt. Und wenn gar nichts mehr hilft, kann er das Problem ganz direkt angehen, nachdem er sich verhaspelt hat: "Entschuldigen Sie, aber ich bin ein bisschen aufgeregt." Das wirkt menschlich und sympathisch - zwei Faktoren, die nicht ganz unwichtig sind, wenn es um die Note oder einen neuen Job geht.