Stephanie Shirley im Interview "Die Leute lachten über mich"

Weißer Teppich, moderne Kunst an den Wänden: Stephanie Shirley wohnt in Henley-on-Thames, einem malerischen Ort im Westen von London.

(Foto: bigTimages)

Vom jüdischen Flüchtlingskind zu einer der reichsten Frauen Großbritanniens: Software-Pionierin Stephanie "Steve" Shirley über Codes auf Papier, wie Technologie autistischen Kindern hilft - und warum sie sich früher als Mann ausgab.

Interview von Björn Finke

Plan W: 1962 gründeten Sie an Ihrem Esszimmertisch eine Softwarefirma. Den Telefonanschluss teilten Sie sich mit Ihrem Nachbarn. Hatte die Welt auf Ihr Unternehmen gewartet?

Shirley: Nein, die Leute lachten über mich. Software war damals bei Computern kostenlos dabei. Es hieß: Niemand kann Software verkaufen, und erst recht keine Frau. Mit der Idee, daraus ein Geschäft zu machen, ging ich neue Wege. Und mein Timing war gut: Weil es keine Softwareindustrie gab, hatte ich freie Bahn.

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