Rückkehr aus der Elternzeit Das ist Ihr gutes Recht!

Bereits in der Elternzeit sollten sich Wiedereinsteiger damit beschäftigen, wie sie künftig den Job und die Familie unter einen Hut bringen wollen. Welche Rechte Berufsrückkehrer hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes und der Reduzierung auf Teilzeit haben.

Das Elternzeitgesetz gestattet Müttern und Vätern pro Kind maximal drei Jahre Auszeit vom Job. Damit der Wiedereinstieg möglichst reibungslos verläuft, gibt es rechtliche Rahmenbedinungen.

Anspruch auf gleichwertigen Arbeitsplatz

Die meisten Eltern kehren innerhalb eines Jahres in den Beruf zurück. Aber auch alle, die nach maximal drei Jahren Elternzeit (mehr dazu in diesem Ratgeber) wieder ins Arbeitsleben einsteigen wollen, haben eine Garantie auf einen Arbeitsplatz.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie an ihre alte Stelle zurückkehren. Stattdessen kann der Arbeitgeber gemäß seinem Direktions- und Weisungsrecht eine gleichwertige Position anbieten. Die neue Tätigkeit muss aber im Wesentlichen dem entsprechen, was im Arbeitsvertrag festgeschrieben ist und was der Arbeitnehmer zuvor geleistet hat. Auch Qualifikation, Bezahlung, Arbeitszeit und -ort müssen die vorherigen Bedingungen erfüllen.

So kann zum Beispiel jemand, der für den Innendienst eingestellt wurde, nicht plötzlich in den Außendienst versetzt werden. Hat ein Arbeitnehmer vor der Elternzeit Führungsaufgaben übernommen, muss er diese auch nach dem Wiedereinstieg ausüben können.

Wer mit der neuen Dienstzuweisung nicht einverstanden ist, sollte zunächst versuchen, mit dem Arbeitgeber einen Kompromiss zu finden. Eine Kündigung birgt Unwägbarkeiten. In einem neuen Unternehmen müsse erst gegenseitiges Vertrauen aufgebaut und für die persönliche Familiensituation geworben werden, gibt Andrea Mohr, Beauftragte für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Arbeitsagentur Frankfurt/Main, zu bedenken. "Aus der Elternzeit heraus in einem neuen Unternehmen Fuß zu fassen, kann schwierig werden."