"Wir haben noch keine Ahnung wie wir aus Couch-Potatoes Gladiatoren machen", meint die Sportwissenschaftlerin Stefanie Pietsch. Trainiert wird nun zunächst an vier Tagen pro Woche. Im Sommer geht es dann ins Übungscamp. Danach sollen die frisch ausgebildeten Kämpfer ihre Fertigkeiten bei Vorführungen im niederösterreichischen Archäologiepark Carnuntum demonstrieren.

Die Studenten müssen beispielsweise lernen, richtig zu fallen und sich in der Rüstung ohne Verletzungen zu bewegen. Wer hingegen nur mit Netz und Dolch kämpft, muss zwar weniger Kraft und Ausdauer haben, dafür aber schnell und wendig sein. "Von denen, die jetzt dabei sind, nehmen wir an, sie werden das Experiment gut durchhalten", sagt Löffl. Mit solchen praktischen Experimenten haben die Regensburger Historiker bereits Erfahrung. Im Jahr 2004 bauten Studenten eine römische Galeere nach und machten sie zur Donauattraktion. Im selben Jahr wanderten Geschichtsstudenten in 25 Kilogramm schweren Römerrüstungen über die Alpen und lebten wie Legionäre.

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5. April 2010, 11:022010-04-05 11:02:00 ©