Die Vorzeige-Praktikantin

So stellt sie sich vor:

"Hallo, ich bin Marie. Ich studiere im vierten Semester Kommunikationswissenschaften und möchte nach dem Studium in die Werbebranche. Mein Traum ist ein Job bei einer PR-Agentur, deshalb freue ich mich total, dass ich jetzt für vier Wochen hier reinschnuppern und mitarbeiten darf."

So sieht der Arbeitsalltag mit ihr aus:

Nach ein paar Tagen arbeitet die Vorzeigepraktikantin fast so mit wie alle anderen auch. Sie hat gute Ideen, die sie verständlich erklären und auch umsetzen kann. Ihre Aufgaben erledigt sie selbständig. Wenn sie etwas nicht versteht, fragt sie nach - wenn möglich in einem ruhigen Moment.

Eine typische Frage, die sie stellt:

"Kann ich dir noch irgendwie zuarbeiten?"

So bleibt sie in Erinnerung:

Zum Abschied bringt sie die weltbesten Muffins mit. Alle bedauern das Ende ihres Praktikums, weil sie ihnen so viel Arbeit abgenommen hat und eine nette Kollegin war.

Ein Tipp von der Expertin, wenn Sie dieser Praktikantentyp sind:

"Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen Praktikumsplatz gefunden, bei dem Ihnen nicht nur die Aufgaben Freude gemacht haben, sondern auch das Umfeld gepasst hat. Halten Sie fest, was entscheidend für Ihr Wohlbefinden und Ihre gute Leistung war: die Branche, die Teamgröße, die Art der Aufgaben, Ihr Verantwortungsgrad? Diese Faktoren helfen Ihnen, nach dem Studium Ihren Traumjob zu finden."

Wenn Sie es mit einer Vorzeige-Praktikantin zu tun bekommen:

"Wenn Sie eine Vorzeigepraktikantin haben, tun Sie alles, um sie zu halten: Laden Sie sie in Ihr Studentenbindungsprogramm ein oder bieten Sie ihr einen Werkstudentenjob an. Bleiben Sie unbedingt in Kontakt. Der Bewerbermarkt wandelt sich von einem Angebots- zu einem Nachfragemarkt: Jemanden wie sie für eine feste Stelle zu finden, ist mit immer höheren Kosten verbunden."

14. Februar 2019, 09:342019-02-14 09:34:15 © SZ.de/mkoh/lho/fued