PotsdamVerwaltungsmitarbeiter und Krankenschwestern im Warnstreik

Lesezeit: 1 Min.

„Applaus könnt ihr euch sparen“ steht auf einem Demo-Schild.
„Applaus könnt ihr euch sparen“ steht auf einem Demo-Schild. Fabian Strauch/dpa/Symbolbild

Verwaltungsmitarbeiter aus Behörden in Nordwestmecklenburg und Beschäftigte des DRK-Krankenhauses in Grevesmühlen haben am Montag mit einem Warnstreik ihrer...

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

SZ bei Google bevorzugen

Grevesmühlen/Wismar (dpa/mv) - Verwaltungsmitarbeiter aus Behörden in Nordwestmecklenburg und Beschäftigte des DRK-Krankenhauses in Grevesmühlen haben am Montag mit einem Warnstreik ihrer Forderung nach besserer Entlohnung Nachdruck verliehen. Dem Verdi-Aufruf zu Arbeitsniederlegungen waren nach Angaben der Gewerkschaft rund 50 Beschäftigte gefolgt. Auf einer Kundgebung vor der Kreisverwaltung in Grevesmühlen zeigten sie ihre Bereitschaft zum Arbeitskampf. Doch waren zahlreiche Angestellte auch an ihren Arbeitsplätzen geblieben.

Im aktuellen Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber eine über drei Jahre gestaffelt Anhebung der Löhne und Gehälter um 3,5 Prozent angeboten. „Das ist zu wenig. Unsere Erwartungen sind klar“, sagte Gewerkschaftssekretärin Anne Claussen in Grevesmühlen. Sie forderte die Arbeitgeberseite auf, in der nächsten Verhandlungsrunde, die am Donnerstag in Potsdam beginnt, nachzubessern. Die Gewerkschaften verlangen ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.

An dem Warnstreik in Grevesmühlen beteiligte sich auch Angehörige des medizinischen Personals des DRK-Krankenhauses. Sie streiten für eine Anpassung ihrer Einkommen an das Niveau im öffentlichen Dienst. Nach Angaben von Verdi-Sprecher Daniel Taprogge liegen die Löhne und Gehälter derzeit noch bis zu 20 Prozent darunter. Bereits im August habe es deshalb Warnstreiks in den beiden DRK-Kliniken im Land, in Grevesmühlen und Grimmen, gegeben.

Unterstützung erhielten die Streikenden von der Linksfraktion im Landtag. „Das Angebot von Bund und Kommunen stellt nicht einmal einen Inflationsausgleich dar. Unterm Strich würden viele Beschäftigte weniger in der Lohntüte haben. Das ist bei dem niedrigen Lohn- und Gehaltsniveau in MV völlig inakzeptabel“, erklärte der Abgeordnete Henning Foerster.

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen an diesem Donnerstag äußerte sich der Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber (VKA), Ulrich Mädge, optimistisch. „Wir wollen diese Woche durchkommen - möglichst in zwei Tagen“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag). Auch der Bund sieht Chancen auf eine Einigung und ein Ende der Warnstreiks in Kliniken, Behörden oder Kitas. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sei zuversichtlich, „dass es gelingen kann, am Verhandlungstisch einen Abschluss zu finden“, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: