...zeigen die Mitarbeiter ihren wahren Charakter. Und wie kommen sie dann miteinander klar? Das weiß eine, die schon mit vielen Teams in verschiedenen Unternehmen zusammengearbeitet hat. Stephanie Wegener ist Projektleiterin bei der Strategieberatung Boston Consulting.

Die Macherin:

Daran ist sie zu erkennen: Die Macherin bringt sich mit eigenen Ideen ein, krempelt sofort die Ärmel hoch und nimmt die Dinge selbst in die Hand. Sie neigt zu Aktionismus. Während die anderen im Team sich noch in die Analyse vertiefen, startet sie schon mit der Umsetzung. Sie ist die Person im Team, die sagt: "Lasst uns nicht lange reden, wir fangen direkt an."

So lässt sich mit ihr arbeiten:

Das Team muss die Macherin manchmal bremsen, damit es seine Energie nicht für die falschen Dinge verschwendet und sich verrennt. Wichtig: Die anderen sollten Machertypen auch nicht demotivieren. Denn Macher können andere mitziehen. Die Unternehmensberaterin Stephanie Wegener rät daher zur Diplomatie, etwa so: "Ich finde es super, dass du gleich in Aktion gehen willst, aber lass uns doch vorher erst mal einen Aktionsplan aufstellen. Dann können wir zusammen richtig durchstarten."

Deshalb ist sie gut fürs Team:

Machertypen denken nicht ans Scheitern. Sie sorgen in Teams für das Wir-schaffen-das-Gefühl. Von ihnen können Kollegen etwas lernen, sagt Wegener. "Es ist besser, wenn man loslegt und Fehler macht, als wenn gar nichts passiert. Nachjustieren lässt sich immer noch."

4. November 2018, 16:482018-11-04 16:48:53 © SZ.de/lho