Nach dem Urlaub Neun Tricks gegen das Post-Holiday-Syndrom

Schlechte Laune am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub? Das kennt jeder Dritte.

(Foto: imago/Westend61)

Der Urlaub ist vorbei und die Laune mies: Wie Sie die ersten Tage im Büro gut überstehen.

Von Sarah Schmidt

Wie ein großes Eis in der Sonne ist auch dieses Mal die freie Zeit viel zu schnell dahingeschmolzen. Und aus dem dicken Batzen Nichtstun, Ausschlafen und Sommerglück ist ein kläglicher Rest geworden. Viele überkommt das nackte Grauen, wenn sie an den Tag danach denken. An den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub, die fordernde Chefin, die genervten Kollegen, den überquellenden Schreibtisch und die Flut ungelesener E-Mails.

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Blender, Arbeitstier oder schwarzes Schaf?

Diesen Typen begegnen Sie in jedem Büro - und so kommen Sie mit Ihnen klar. Eine kleine Kollegen-Kunde.

Am Vorabend fahren die einen noch trotzig die Verdrängungsstrategie, während andere sich bereits ihrem Schicksal ergeben haben und schon mal ein Hemd bügeln und sich auf die Suche nach Kantinen-Karte und Armbanduhr machen. Das Weckerklingeln gibt dann für alle das Signal: Willkommen zurück in der Realität! Klar, dass die Sommersonne während der Fahrt zur Arbeit besonders gehässig strahlt.

Bei der Ankunft im Büro erkundigen sich die Kollegen noch schnell pflichtschuldig: "Naaa, gut erholt?" Und dann: Schwappt der Alltag über einen hinweg und zieht den bis zu diesem Zeitpunkt tiefenentspannten Urlauber mit sich hinab in die hektische Arbeitswelt.

Dieses Grauen hat einen Namen: Post-Holiday-Syndrom nennt sich der Blues nach einem längeren Urlaub. Immerhin jeder dritte Deutsche kennt das Stimmungstief nach der Rückkehr, wie das Reiseportal Momondo in einer Umfrage herausfand.

Was also tun, wenn einen die Lustlosigkeit überkommt, bevor man überhaupt wieder alle Passwörter aus den Hirnschubladen hervorgekramt hat? Hier die wirkungsvollsten Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Büro-Gossip: Letztlich funktioniert jedes ordentliche Unternehmen wie eine Soap. Lassen Sie sich vom Lieblingskollegen die verpassten Folgen nacherzählen. Sie wissen schon: Klatsch und Tratsch, Krieg und Frieden, wer mit wem.
  • Richtig guter Kaffee: Freuen Sie sich über die Errungenschaften der Zivilisation. Nach zwei Wochen dünner Plörre aus den Thermoskannen am Hotel-Buffet schmeckt der perfekte Cappuccino aus der Cafeteria wieder himmlisch.
  • Augen zu und mittenrein: Meist ist es ja nur die Ungewissheit, die sich wie ein bedrohlicher Schatten über den ersten Arbeitstag legt. Ist der Kollege wohl immer noch sauer wegen der verpatzten Präsentation? Welche neuen Hiobsbotschaften aus der Chefetage warten? Die meisten Befürchtungen werden sich als völlig unbegründet erweisen, sobald Sie wieder am Schreibtisch sitzen.
  • Urlaubsfeeling bewahren: Was auch immer Sie im Urlaub genossen haben, tun Sie es weiter! Lesen Sie den schwedischen Krimi zu Ende, cremen sich mit After-Sun-Lotion ein und tragen Sie Sonnenbrille (zumindest auf dem Weg zur Arbeit). So retten Sie die Erholung in den Alltag.
  • Kurze Woche: Profis legen sich den ersten Arbeitstag auf einen Mittwoch oder Donnerstag - so ist das Wochenende schon wieder in greifbarer Nähe. Wer ganz besonders clever ist, stellt die Abwesenheitsnotiz im Mail-Account allerdings erst eine Woche später wieder aus. Das verschafft Zeit, um in Ruhe das Postfach zu sortieren. (Extra-Tipp: Mit den neuen Mails anfangen - viele ältere Mails haben sich dann schon von selbst erledigt.)
  • Bio-Rhythmus umstellen: Für den Umstieg aufs frühe Aufstehen ist eine Asien-Reise ideal - hier hilft der Jetlag. Alle anderen sollten sich etwas Zeit für die Umstellung nehmen, früh ins Bett gehen und sich schon an den Tagen vor dem Arbeitsstart wieder an die gewohnte Aufstehzeit annähern.
  • Mit schönen Aufgaben starten: Ein Meeting mit dem Lieblingskunden, Ideenfindung für ein neues Projekt - was auch immer Ihnen an Ihrem Job den meisten Spaß macht: Planen Sie diese Tätigkeit für die ersten Tage ein.
  • Schöne Souvenirs: Bringen Sie sich selbst etwas Schönes aus dem Urlaub mit. Dann erinnern der hübsche Kaffeebecher oder das schicke Notizbuch immer wieder an Ihre letzte Reise.
  • Den nächsten Urlaub planen: Noch zuverlässiger als die Erinnerung hebt Vorfreude die Stimmung. Mit der Rückkehr ins Arbeitsleben sollten Sie daher die Planung des nächsten Urlaubs beginnen.
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