MBA-Studium:Freizeit ade

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Studiendauer

Im Durchschnitt dauern MBA-Programme zwischen einem und zwei Jahren, wobei sich Vollzeitprogramme tendenziell in kürzerer Zeit bewältigen lassen (siehe Vollzeit versus Teilzeit). Auch EMBAs sind meist auf eine relativ kurze Dauer angelegt (siehe Executive MBA). Werben Teilzeitprogramme mit einer außergewöhnlich kurzen Studiendauer, kann das überdurchschnittlich viel Arbeit bedeuten. Am wichtigsten sei es, immer auf die Credit Points zu achten, sagt Kran: Denn gebe es für ein kürzeres Studienprogramm auch weniger Punkte, könnten diese im Zweifelsfall zu wenige sein, um den Abschluss zu erlangen.

MBA
Was Sie mitbringen müssen

Die Anforderungen für Studien-Aspiranten sind gestiegen, wie das Staufenbiel Institut, das zahlreiche Publikationen zum Thema Karriereplanung anbietet, auf seiner Fachseite mba-master.de schreibt. Im Durchschnitt werde jede zweite Bewerbung abgelehnt. Bei Bewerbern achten die Business Schools auf eine Mischung aus fachlicher und persönlicher Qualifikation.

Fachlich erwarten MBA-Anbieter ein abgeschlossenes Hochschulstudium, zumindest einen Bachelor-Abschluss. Der MBA ist schließlich ein Master, auch wenn er fachlich nicht auf dem Bachelor aufbauen muss. Dennoch gilt die "magische Schwelle" von 300 Credit Points, wie Professor Frank Jacob von der Wirtschaftshochschule ESCP Europe Berlin erklärt. Dort verantwortet er als Academic Dean den Executive MBA.

Credit Points werden im Rahmen des European Credit Transfer Systems (ECTS) seit dem Bologna-Prozess flächendeckend für Studiengänge vergeben. Im Schnitt steht ein Bachelor-Abschluss für 180 ECTS-Punkte, für einen Master muss man insgesamt 300 Punkte vorweisen. Dies gilt auch für den MBA.

Habe ein MBA-Interessent bisher nur einen Bachelor, müsse er sichergehen, dass das MBA-Programm genügend Credit Points umfasst, damit es gemeinsam mit seinen Studienleistungen aus dem Bachelor die 300-Punkte-Schwelle überschreite, erklärt Jacob. Andernfalls lehne die Hochschule ihn ab. Interessiere sich ein Bewerber für ein MBA-Programm, dessen Voraussetzungen er nicht erfülle, solle er sich trotzdem an das Studierendenbüro wenden, empfiehlt das Staufenbiel Institut. Manchmal gebe es Verhandlungsspielraum, indem etwa zusätzliche Berufserfahrung angerechnet werde.

Zudem müssen die Bewerber bei den meisten Programmen Berufserfahrung vorweisen, im Durchschnitt zwei Jahre für einen MBA-Kurs und mindestens fünf Jahre für einen Executive MBA. Auch hier gibt es laut Staufenbiel Institut bei vielen Hochschulen Raum für Verhandlungen. So könnten etwa außergewöhnlich gute Studienleistungen oder längere Praktika mangelnde Berufserfahrung wettmachen. Meist müssen Bewerber zudem mindestens zwei professionelle Referenzen nennen.

Wichtig ist auch die Wahl des Zeitpunkts: Auch wenn bei vielen Programmen die offizielle Bewerbungsfrist im Frühjahr ende, sollten Bewerber ihre Unterlagen bereits vor dem Jahreswechsel einreichen. Laut Staufenbiel Institut verfolgen viele Schulen das Prinzip "First come, first served". So könne es ein, dass schon vor Ablauf der offiziellen Deadline alle Plätze vergeben seien.

Vollzeit versus Teilzeit

Einige MBA-Programme werden nur in Teilzeit angeboten (siehe Executive MBA). Bei allen anderen müssen sich die Teilnehmer vorher überlegen, wie sie die Zeit ihres MBA-Programms gestalten wollen. Ein Vorteil von Vollzeitstudien ist, dass sie relativ kurz dauern. Jedoch, und das ist der größte Nachteil, müssen die Teilnehmer während der kompletten Dauer aus dem Berufsleben ausscheiden. Einen Teilzeit-MBA hingegen können sie parallel zu ihrer normalen Arbeit absolvieren. Doch das bedeutet auch eine immense Arbeitsbelastung, warnt Hochschulberater Kran: "Für die Dauer des MBA kann man all seine Ferien, Wochenenden und freien Abende streichen." Die Frage der Dauer sei auch mit der Ortswahl verknüpft, sagt Kran: Während in Deutschland kaum Vollzeit-Programme angeboten würden, seien sie im angelsächsischen Bereich weit verbreitet (siehe Internationale Programme).

MBA auf Englisch

Interessiert sich ein Bewerber für einen englischsprachigen MBA, muss er seine Sprachkompetenzen nachweisen. Dies geschieht meist mithilfe des klassischen "Test of English as a Foreign Language" (TOEFL). Vor allem im angloamerikanischen Raum fordern viele Hochschulen zudem einen "Graduate Management Admission Test" (GMAT). Zusätzlich wollen die meisten Hochschulen ein persönliches Motivationsschreiben von jedem Bewerber lesen, viele auch einen Aufsatz - das gilt für alle MBA-Studiengänge, nicht nur für den englischsprachigen. Die ESCP Europe Berlin etwa fordert drei Mini-Essays über die bisherigen Erfolge, die Karriereziele und die Frage, welche Rolle die ESCP in diesem Plan spielen solle. "Die wichtigste Frage ist, ob eine Systematik in der Karriereentwicklung erkennbar ist", sagt Professor Jacob. Erscheint der Bewerber geeignet, wird er in der Folge zu einem persönlichen Interview eingeladen.

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