Lübeck/Schwerin (dpa/mv) - Die Rente ab 63 ist in Mecklenburg-Vorpommern sehr beliebt. Im vergangenen Jahr nutzten gut 40 Prozent aller Neu-Rentner die Möglichkeit, bei voller Höhe der Bezüge nach 45 Versicherungsjahren in den Ruhestand zu gehen. Von den 18 409 Neu-Rentnern traf dies auf 7516 zu, wie die Deutsche Rentenversicherung Nord am Montag in Lübeck mitteilte.
Mecklenburg-Vorpommern liege damit im Trend der ostdeutschen Bundesländer, wo besonders viele Menschen die Möglichkeit wählten, abschlagsfrei ab 63 in Rente zu gehen. In den westdeutschen Bundesländern beziehe die Mehrzahl der neuen Rentner dagegen eine Regelaltersrente.
In MV erhalten demnach nur 4945 Neu-Rentner des Jahres 2019 die Regelaltersrente. Dafür liege das Eintrittsalter für den Geburtsjahrgang 1955 bei 65 Jahren und neun Monaten. Die Regelaltersgrenze steigt bis 2031 auf 67 Jahre.
Eine andere Form der vorzeitigen Rente - die Altersrente für langjährig Versicherte nach mindestens 35 Versicherungsjahren - haben im letzten Jahr im Nordosten 4610 Männer und Frauen neu erhalten. Diese Rente werde frühestens ab Erreichen des 63. Lebensjahres gezahlt. Pro Monat des vorzeitigen Rentenbezugs gebe es jedoch einen Abschlag von 0,3 Prozent. Weitere Renten entfielen unter anderem auf Schwerbehinderte. Insgesamt wurden den Angaben zufolge Ende 2019 in Mecklenburg-Vorpommern knapp 415 300 Altersrenten durch die Deutsche Rentenversicherung ausgezahlt.