Kommunikation im Job So gelingt Feedback

Beim F-Wort überkommt Chefs und Mitarbeiter leicht ein Gefühl des Unbehagens. Hier sind die besten Tipps für eine klare, wertschätzende Kommunikation im Job.

Feedback: fällt dieses Wort, überkommt viele prompt ein Gefühl des Unbehagens. Für die einen ist es nur ein beschönigender Begriff für Standpauke, die anderen versuchen sich mühsam zu erinnern: "Wie war das noch mit der Sandwich-Regel? Erst was Nettes sagen, dann einen Optimierungsvorschlag, dann wieder was Nettes?" Schließlich will man niemanden verletzen. Andererseits ist gerade im beruflichen Alltag eine klare Kommunikation wichtig. Was es beim Umgang mit dem F-Wort zu beachten gilt:

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Feedback - muss das denn sein?

Eindeutig ja. Am Arbeitsplatz gilt wie in der Beziehung: Reden hilft. Eine ehrliche, wertschätzende Kommunikation erhöht die Zufriedenheit bei allen Beteiligten. Das gilt vor allem zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, aber auch im Vier-Augen-Gespräch mit Kollegen oder in der Team-Runde. Woher sonst soll man schließlich wissen, ob die Chefin mit der eigenen Leistung zufrieden ist oder sich der Kollege mehr Unterstützung bei einem Projekt wünscht?

"Ein Feedback ist wie ein Echo", sagt Hanne Bergen, Karriereberaterin aus Hamburg. "Es zeigt mir, wie meine Arbeit ankommt." Diese Rückmeldung sei gerade in Berufen wichtig, die keine greifbaren Ergebnisse liefern. Ein Tischler erfahre zum Beispiel gleich vom Kunden, ob sein gebauter Tisch überzeugt. "In vielen anderen Jobs bekommen wir diese direkte Rückmeldung aber nicht und können selbst oft gar nicht einschätzen, wie andere uns wahrnehmen", so die Expertin.

Was macht ein gutes Feedback aus?

Damit aus einem "Ich will Ihnen mal was sagen ..."-Wortbeitrag eine wertvolle Rückmeldung wird, muss die Haltung stimmen. Und das gilt sowohl für den Feedback-Geber als auch für den Feedback-Nehmer. "Das Wichtigste am Feedback ist, dass allen Beteiligten klar ist, dass es sich um Unterstützung handelt und den anderen stärker machen soll", stellt Tanja Finke-Schürmann, Business-Coach aus Dortmund, klar. Dann helfen positive, vor allem aber auch negative Rückmeldungen, das eigene Verhalten zu reflektieren und konstruktiv zu verändern.

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Was ist der beste Zeitpunkt?

In vielen Unternehmen sind halbjährliche oder jährliche Feedback-Gespräche etabliert. Eine solche Routine kann helfen, dass überhaupt regelmäßig gesprochen wird. Doch es wäre schade, wenn dies die einzige Gelegenheit zum Austausch bleibt. Ein Feedback sei auch zwischendurch nach besonderen Herausforderungen oder besonders guten oder auch schlechten Leistungen der Mitarbeiter sinnvoll, sagt etwa Stefanie Berg, Employer-Branding-Managerin aus Bielefeld.

Regelmäßige Feedbackrunden in Teams seien eine gute Möglichkeit, die allgemeine Stimmung und Wahrnehmung zu spiegeln, so die Expertin. Wie empfinden die Kollegen die derzeitige Lage? Gibt es Situationen, die als schwierig empfunden werden? Was könnten die Ursachen dafür sein?