Mancher wolle diesen spießigen Eindruck aber bewusst erwirken, hat Roetzel beobachtet. So zeichneten sich die bei jungen Männern angesagten, spießigen "Nerd-Looks" gerade durch die Kombination von adretten Hemden mit kurzen, engen Jungen-Hosen aus. Der "Streber", womit sich das englische Wort "Nerd" unter anderem übersetzen lässt, ziehe dazu Strümpfe auch gerne so an, dass sie gut sichtbar sind. Wer sich aber nicht zum "Nerd" berufen fühlt, hole die kurze Hose am besten nur an freien Tagen aus dem Schrank, rät Roetzel. In der Freizeit sei eine kurze Hose für Männer heute keineswegs mehr verpönt. Selbst in Fünf-Sterne-Hotels dürften die Gäste inzwischen mit nacktem Bein durch die Lobby gehen. "Die Nackheit der Beine interessiert heute grundsätzlich keinen mehr."

Bild: dpa-tmn 25. Mai 2011, 11:262011-05-25 11:26:22 © sueddeutsche.de/dpa/Simone Andrea Mayer/dato