KielWarnstreiks im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein

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Streikweste mit der Aufschrift „Warnstreik“ und dem Verdi-Logo.
Streikweste mit der Aufschrift „Warnstreik“ und dem Verdi-Logo. Stefan Sauer/ZB/dpa/Symbolbild

Im Kampf um mehr Geld für rund 2,5 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Deutschland haben Mitarbeiter vieler Behörden in Schleswig-Holstein die...

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Kiel (dpa/lno) - Im Kampf um mehr Geld für rund 2,5 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Deutschland haben Mitarbeiter vieler Behörden in Schleswig-Holstein die Arbeit niedergelegt. „Wir freuen uns über die hohe Beteiligung im ganzen Land“, sagte Verdi-Sprecher Frank Schischefsky am Montag der Deutschen Presse-Agentur. In Kiel trafen sich nach übereinstimmenden Angaben der Gewerkschaft Verdi und der Polizei rund 1000 Teilnehmer zu Demonstrationen durch die Innenstadt und einer zentralen Kundgebung auf dem Exerzierplatz.

„Unterbezahlt Überarbeitet Systemrelevant“ stand auf einem Plakat, das eine Krankenpflegerin mit sich führte. An den landesweiten Warnstreiks beteiligten sich nach Verdi-Angaben Mitarbeiter von Stadtwerken, Stadtverwaltungen und Entsorgungsbetrieben ebenso wie von Wasser- und Schifffahrtsämtern, Theatern, kommunalen Krankenhäusern, Kitas, Rettungsdiensten, Sparkassen und Arbeitsagenturen. Aktionen gab es laut Verdi auch in Lübeck, Neumünster, Eckernförde und Elmshorn.

Wegen der Corona-Pandemie standen die Beteiligten weiter voneinander entfernt als sonst und trugen Masken. „Man kann auch unter Corona-Bedingungen streiken“, sagte Verdi-Sprecher Schischefsky. Viele Beschäftigte, die sich auch an den Warnstreiks beteiligt hätten, seien zu Hause geblieben.

Die Warnstreiks hatten mit den Frühdiensten begonnen und sollten bis zum Spätschichtende dauern. Wegen des Warnstreiks blieben in Kiel am Montag 23 städtische Kitas geschlossen. Neun Einrichtungen hatten ihr Angebot eingeschränkt, nur zwei den Vollbetrieb aufrechterhalten.

Die Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Die Gewerkschaften fordern bei einer einjährigen Laufzeit ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.

Am Freitag hatten Bund und Kommunen insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Die Gewerkschaften halten das für unzureichend und reagierten mit massiver Kritik. „Die Leute sind stinksauer“, sagte Schischefsky.

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