Berlin/Hamburg (dpa/lno) - Rund jeder fünfte Arbeitnehmer in Hamburg und Schleswig-Holstein arbeitet an mindestens einem Sonn- oder Feiertag im Monat. Von den 850 000 abhängig Beschäftigten in Hamburg waren es im vergangenen Jahr 167 000 oder 19,6 Prozent, wie aus der Antwort des Statistischen Bundesamts auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In Schleswig-Holstein waren es mit 20,3 Prozent der knapp 1,3 Millionen abhängig Beschäftigten noch etwas mehr.
In Hamburg gingen demnach 4 Prozent oder 34 000 Arbeitnehmer sogar an jedem Sonn- und Feiertag im Monat arbeiteten, ganz im Norden waren es mit 59 000 Arbeitnehmern 4,6 Prozent. Während in der Hansestadt der Anteil der abhängig beschäftigten Männer, die an jedem oder mindestens zwei Sonntagen pro Monat arbeiten gingen, etwas höher lag, lagen in dieser Hinsicht weiter im Norden die Frauen leicht vorn.
Die Linken forderten angesichts der Zahlen, dass stärker auf die Erholung der Menschen geachtet werden müsse. „Es ist nachvollziehbar, dass im Krankenhaus oder bei der Bahn sonntags gearbeitet werden muss - aber sonntags Einkaufen muss nicht sein“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Ferschl der dpa.