3. Man muss einen Doktortitel haben

Wer ganz nach oben will, sollte vorher promovieren - so lautet der Ratschlag. Sieht man sich die Stellenanzeigen internationaler Beratungsfirmen an, scheint sich dieser Anspruch zu bestätigen. Fast immer wird eine abgeschlossene Promotion vorausgesetzt und Bewerber mit Doktortitel erhalten ein höheres Einstiegsgehalt. Allerdings haben sie zu diesem Zeitpunkt auch schon mehrere Jahre an der Universität mit einem sehr geringen Verdienst hinter sich - rechnet man das auf, schneiden die Promovierten meist nicht besser ab als ihre Kollegen mit Diplom. Ob der Doktortitel auch in Zukunft noch gefragt sein wird, ist fraglich. Während sich die Internationalisierung der Studiengänge mit der Einführung von Bachelor und Master bereits vollzogen hat, steht die der Promotion möglicherweise noch bevor. Wahrscheinlich ist, dass man auch dort der angelsächsischen Praxis Folge leistet und den Doktor durch den PhD ersetzt, der die Trennung zwischen Dissertation und Habilitation aufhebt. Der PhD spielt in der freien Wirtschaft jedoch keine Rolle, er dient vor allem der Qualifikation für Forschung und Lehre.

Foto: dpa

5. März 2010, 13:022010-03-05 13:02:00 ©