Job:Deutsche melden sich häufiger krank

Der Bericht führt die Unterschiede auch auf Brüche in der Erwerbsbiografie zurück, etwa aufgrund der Betreuung von Kindern. Das bestätigen Zahlen zur Arbeitszeit von Eltern. Fast 71 Prozent der Frauen ohne Kinder oder mit Kindern von mindestens sechs Jahren waren aktiv erwerbstätig, aber etwa 47 Prozent der Mütter mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren. Bei den Väter gab es kaum einen Unterschied zwischen den beiden Kategorien (75 vs. 83 Prozent). Kurzum: Frauen stellen den Beruf häufiger zugunsten der Kinder zurück.

So viel Stress haben Erwerbstätige und so oft melden sie sich krank

Arbeiten unter hohem Arbeitstempo und Termindruck bestimmt häufig den Berufsalltag. Im Jahr 2015 waren 40 Prozent der Erwerbstätigen mindestens drei Viertel der Zeit einer hohen Arbeitsintensität ausgesetzt. Männer waren dabei mit 44 Prozent etwas stärker betroffen als Frauen mit 36 Prozent. Besonders viel Stress hatten unter anderem Führungskräfte. Die Ergebnisse basieren auf der Selbsteinschätzung der Befragten.

Auch über den Krankenstand informiert das Statistische Bundesamt. Demnach waren 2016 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland durchschnittlich 10,8 Arbeitstage krank gemeldet. Etwa ein Tag mehr als im Jahr zuvor und fast drei Tage mehr als 2007, wo mit durchschnittlich 8,1 Krankheitstagen der niedrigste Stand gemessen wurde.

Allerdings: Bei der Berechnung werden nur Krankmeldungen erfasst, die eine Abwesenheitsdauer von drei Tagen überschreiten. Die Zahl der Krankheitstage dürfte also faktisch höher liegen.

© SZ.de/mkoh/stein
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