Job-Boom in der Pflegebranche Pfleger müsste man sein

Die Pflegebranche wächst so rasant wie kaum ein anderer Sektor der deutschen Wirtschaft. Seit 1996 stieg Zahl der Arbeitskräfte um 50 Prozent - und noch immer entstehen neue Stellen.

In der Pflege entstehen laut einer Studie so viele neue Jobs wie in kaum einem anderen Wirtschaftssektor in Deutschland. Zwischen 1996 und 2008 sei die Zahl der Beschäftigten um rund 50 Prozent gestiegen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Wifor-Instituts der TU Darmstadt hervorgeht.

(Foto: AP)

Damit war der Job-Zuwachs in etwa sechsmal so groß wie in der Gesamtwirtschaft. 2008 habe die Pflegebranche 1,12 Millionen Menschen beschäftigt und damit mehr als die Auto-, die Elektroindustrie oder der Maschinenbau, zitierte die Frankfurter Rundschau (FR) aus der Untersuchung.

Seit April 1995 haben Pflegebedürftige, die zuhause leben, Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung. Für Pflegebedürftige in Heimen gibt es diese Leistungen seit Juli 1996. Die damit verbundenen Zahlungen sorgten auch für den Aufbau von zusätzlichen Pflegediensten und -einrichtungen.

Das Wifor-Institut zog für seine Berechnungen aber nicht nur die Alten- und die Krankenpflege heran. Eingerechnet wurden zum Beispiel auch Heime für werdende Mütter, Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege Behinderter und Wohnheime für Behinderte.

Seit 2005 schwächte sich der Jobboom in der Pflegebranche der Studie zufolge jedoch etwas ab. Weil aber der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft stetig wachse, wird damit gerechnet, dass in den kommenden Jahren speziell in der Alten- und Krankenpflege viele neue Arbeitsplätze entstehen, wie die FR berichtete.

Die Alten- und Krankenpflege ist schon jetzt der größte Bereich im Pflegesektor. Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln geht dem Bericht zufolge bis 2050 von einer Verdreifachung der Zahl der Arbeitsplätze in der Altenpflege aus. Dann könnten in dem Bereich insgesamt 2,06 Millionen Arbeitnehmer in Voll- und Teilzeit arbeiten.

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