Innovation im Job:Sei kreativ, jetzt!

Wenn der Countdown läuft und die Uhr tickt, lassen originelle Ideen auf sich warten. Aber auch zu viel Zeit schadet der Kreativität. Wahre Geistesblitze brauchen den richtigen Rahmen.

Enger Zeitrahmen für kreatives Denken: Zeitdruck ist ein Kreativitätskiller - aber auch fehlende terminliche Vorgaben hemmen innovative Gedanken im Job. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund. Demnach vertragen sich zeitliche Engpässe und Kreativität nicht: Wer ständig mit dem Blick auf die Uhr arbeitet, könne es sich nicht leisten, offen für alternative Ideen zu sein.

Innovation im Job: Unter Zeitdruck bleiben die kreativen Ideen aus - zu viel Zeit schadet innovativem Denken aber ebenso.

Unter Zeitdruck bleiben die kreativen Ideen aus - zu viel Zeit schadet innovativem Denken aber ebenso.

(Foto: Foto: iStock)

Zu geringer Zeitdruck spornt Mitarbeiter aber auch nicht an, kreativ zu werden: Denn bei einer Aufgabe mit offenem Ende fangen Mitarbeiter womöglich gar nicht erst an, neue Lösungswege zu entwickeln - es hat ja noch Zeit.

Am besten wirke sich ein Mittelweg bei der Zeitplanung auf die Kreativität der Mitarbeiter aus: Das bedeutet, extremen Termindruck zu vermeiden und zugleich Zeitgrenzen für das Erledigen von Aufgaben festzulegen. So bleiben genug zeitliche Spielräume, damit Mitarbeiter auch ungewöhnliche Vorschläge prüfen können.

Auch Teamarbeit kann den Angaben nach kreatives Arbeiten fördern. Wichtig ist dabei aber die Zusammensetzung: Ein Team aus lauter Einzelkämpfern ist nicht effektiv. Ein offener Umgang miteinander ist Grundvoraussetzung. Alle müssen sich einbringen können und dürfen sich nicht gegenseitig ausbremsen. Und jeder muss Ideen äußern können, ohne belächelt zu werden.

Kreative Ideen fallen dabei nicht vom Himmel - Genies sind in solchen Teams also nicht gefragt. Vielmehr bedeutet es viel Arbeit, neue Ideen und Ansätze zu entwickeln, die in der Praxis auch etwas taugen. Eine wichtige Eigenschaft von Teilnehmern in Kreativteams sei daher ein Stück Beharrlichkeit: Sie müssen bereit sein, ihre Ideen immer wieder zu überprüfen und anzupassen.

© sueddeutsche.de/dpa/holz/joku
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