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Ideen-Wettbewerb Generation D:Hoffen auf schwarze Zahlen

Einer, der das verstanden hat, ist Andreas Schuster von Orcan Energy. Die Initiative der Technischen Universität München will aus Abwärme, etwa von Abgasen, elektrische Energie gewinnen. Dazu sollen von 2012 an erste Kunden mit einem kleiderschrankgroßen Kraftwerk beliefert werden. Sogar Wartelisten gebe es schon, erklärt Maschinenbau-Ingenieur Schuster, der an dem Kraftwerk mitgetüftelt hat.

Co2 sparen und Geld damit verdienen

Vor drei Jahren wurde die Firma gegründet. Schuster hofft, bald "schwarze Zahlen zu schreiben", schließlich liegt dieses ökologisch-effiziente Programm, ähnlich wie auch Regio-Velo, am Puls der Zeit. Ob als Einbauteil oder als eigenständiges Gerät zum Recyceln von Abwärme: "Die Technologie hat enormes Einsparpotential", verspricht Schuster, der auf die Markteinführung hinfiebert. Ihn motiviert vor allem,"die Idee auf den Markt zu bringen, wo sie realen Nutzen, in Form von Co2-Reduktion, entfaltet."

Fahrradkurier Tim soll bald einen Kollegen bekommen. Zunächst auf 400-Euro-Basis, doch Ziel der Studenten ist es, feste Stellen und ein sich selbst tragendes Projekt zu schaffen. Ab Dezember, so hoffen sie, soll Gewinn erwirtschaftet werden. Auch Markus Merkle will etwas bewegen, ganz ohne Maschine, nur mit dem eigenen Wissen. Im vergangenen Herbst gewann das Team "Medienkompetenz 2.0" um den 22-Jährigen mit einem Internet-Training für Schüler beim Generation-D-Wettbewerb in der Kategorie Bildung und Kultur. Inzwischen arbeiten etwa 60 Referenten für die ehrenamtliche Studenten-Initiative. Mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat Merkle sogar eine prominente Schirmherrin gewonnen.

Das Team hält Kurse in Schulen, um Kinder und Jugendliche im verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet fit zu machen. Die fünf Gründungsmitglieder gingen alle auf dasselbe Gymnasium in Neckartenzlingen bei Stuttgart. Ein Lehrer hatte sie angesprochen: Seine Tochter wolle sich bei einem sozialen Netzwerk anmelden; er sei unsicher, ob und unter welchen Umständen er das erlauben solle. Die fünf kannten sich gut mit diesen Fragen aus - kurz darauf hielten sie den ersten Vortrag im Lehrerzimmer. Weitere Veranstaltungen für Lehrer, Eltern und Schüler folgten.

Mit einem Altersdurchschnitt von etwas mehr als 22 Jahren sind die Referenten nah am Alltag der Schüler, können ihnen präzise Hilfe geben zu den Fragen, die sie bewegen: Wie gehe ich im Netz mit meiner Privatsphäre um? Was ist Cybermobbing und wie schütze ich mich davor?

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