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Homeoffice:Firmen, stellt euch um

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Dass Heimarbeit zum Schlendrian führt, ist ein Gerücht.

(Foto: imago images / Westend61)

Die Präsenzkultur in den Betrieben ist ein Fetisch. Es geht nämlich auch anders. Gerade die Corona-Krise zeigt, wie gut Home-Office funktionieren kann.

Kommentar von Bernd Kramer

Irgendwo in diesem Land, das den Rückzug in die häusliche Abschottung längst antritt, soll es sie immer noch geben: Chefs, die ihre Mitarbeiter unbeirrt Morgen für Morgen ins Büro bestellen - egal was die Infektionszahlen sagen. Selbstverständlich können nicht alle ins Home-Office wechseln. Pflegekräfte, Essenslieferanten, Verkäufer im Supermarkt, Polizisten - sie können nicht einfach ihre Schicht am heimischen Schreibtisch ableisten. Sie brauchen in diesen Zeiten besondere Unterstützung und die Anerkennung, die sie sonst zu selten erfahren. Dass aber Arbeitgeber weiterhin auch die Menschen kommen lassen, denen sie die Arbeit von zu Hause ermöglichen könnten, ist unverantwortlich, fahrlässig, rücksichtslos und unsolidarisch. In Krisenzeiten wie diesen rächt sich der Präsenzfetisch deutscher Unternehmen. Er könnte schon bald als großer Seuchenbeschleuniger dastehen.

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