Corona "Es ist nicht so, dass man im Home-Office plötzlich Superkräfte hat"

Wie kommt unser Gehirn mit den neuen Abläufen beim Arbeiten von zuhause klar? Neurowissenschaftler Henning Beck über Rituale, die Bedeutung von Pausen und warum man besser nicht im Schlafzimmer arbeiten sollte.

Interview von Julian Erbersdobler

Während langsam immer mehr Menschen in ihre Büros zurückkehren, gibt es bei anderen noch keine Aussicht auf ein absehbares Ende der Zeit im Home-Office. Wie geht unser Gehirn damit um? Henning Beck ist Neurowissenschaftler, arbeitet als Autor und hält Vorträge. 2012 promovierte er an der Graduate School of Cellular & Molecular Neuroscience in Tübingen.

SZ: Herr Beck, viele sitzen jetzt schon seit mehr als zwei Monaten durchgehend im Home-Office. Wie lange braucht das Gehirn, um sich an den veränderten Arbeitsalltag ...