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Herausforderung neuer Job:Per du mit dem Platzhirsch

Feindselige Kollegen und unbekannte Strukturen: Die erste Zeit im neuen Job bringt auch die Härtesten an ihre Grenzen. sueddeutsche.de verrät, wie man sie unversehrt übersteht. Überlebenstipps in Bildern.

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Überlebenstipss für den Job

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Hält man nach einem nervenaufreibenden Bewerbungsgespräch einen Arbeitsvertrag in der Hand, ist das Schlimmste überstanden. Denkt man - bis man am ersten Tag zwischen lauter feindseligen Kollegen steht und nicht weiß, was zu tun ist. sueddeutsche.de verrät, wie man die ersten 100 Tage im neuen Job unversehrt übersteht. Die Überlebenstipps in Bildern.

1. Tag: Augen zu und durch

Es gibt nichts schönzureden, der erste Tag im neuen Job ist meist die Hölle. Daran werden auch die schönsten Motivationssprüche nach dem Aufstehen nichts helfen. Also am besten die eigenen Erwartungen runterschrauben und sich selbst keine zu hohen Ziele stecken. Jetzt geht es erst einmal darum, sich zu orientieren. Und scheinen einen die neuen Kollegen zu ignorieren, nicht persönlich nehmen. Die sind wahrscheinlich einfach nur gestresst. Wer jetzt überall reinplatzt und erwartet, die Welt drehe sich nur um ihn, hat schlechte Karten. Am besten freundlich und zurückhaltend auftreten und sich im Sekretariat einen Überblick verschaffen.

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1. Woche: Duzen oder Siezen?

Jede Menge neue Leute, neue Aufgaben und kleine Hürden, die einem das Leben schwermachen. Wo ist der Kaffeeautomat, wer räumt die Spülmaschine aus, wo gibt's neues Papier für den Kopierer? Um diese Fragen zu klären, muss man seine Kollegen fragen - und lernt sie dabei auch gleich besser kennen. Aber: Nicht alle fünf Minuten mit einer Detailfrage auf der Matte stehen. Besser alle Anliegen einmal bündeln und dann auf einmal loswerden.

Um bei dem ein oder anderen dabei nicht in Ungnade zu fallen, gilt: Am Anfang alle Kollegen mit "Sie" ansprechen. An den Reaktionen wird schnell deutlich werden, was innerhalb des Unternehmens üblich ist. Kleine Hilfestellung: Das Du bietet immer der Ranghöhere an, bei Gleichrangigen derjenige, der länger im Betrieb ist. Und wer angeduzt wird, darf auch zurückduzen. Überhaupt ist am Anfang vor allem eines wichtig: Beobachtung. Die Strukturen innerhalb der Abteilung sind oft nicht auf den ersten Blick zu durchschauen. Wie Sie mit Kollegen umgehen, hängt auch davon ab, in welche Kategorie sie fallen. Da wäre zum Beispiel ...

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... der Platzhirsch. Ihn erkennt man meist sofort. Er treibt Projekte voran, gibt jederzeit gerne seine Meinung kund und wird von den anderen verehrt - aber auch gefürchtet. Wer ihm sein Revier streitig macht, sollte mit heftigen Gegenattacken rechnen. Ganz anders ist da ...

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... der Drückeberger. Er kommt meist etwas später, geht etwas früher und reizt die Mittagspause aus, soweit es geht. Gestresst ist er trotzdem immer - und schiebt dabei gerne mal ein paar Akten zum Kollegen rüber. Aufpassen, dass Sie nicht zum nächsten Opfer werden.

Auch nicht hereinfallen sollten Sie auf ...

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... den Blender. Er setzt sich gekonnt in Szene, redet gerne viel und schindet Eindruck, wo es nur geht. Dabei steckt meist nicht viel dahinter. Gute Ideen klaut er gerne auch mal bei Kollegen. Am besten reden lassen und betont sachlich bleiben.

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Der erste Monat: Mit Fehlern umgehen

Da gibt man sich die größte Mühe, alle Erwartungen zu erfüllen und dann passiert er doch, der Fehler. Jetzt nur nicht in Panik verfallen. Am besten offensiv mit dem eigenen Missgeschick umgehen, sich entschuldigen und den Fehler beheben. Wer mit negativem Feedback konstruktiv umgehen kann, beweist Haltung. Und steigt in der Achtung der Chefs und Kollegen.

Allerdings: Im Umgang mit den Vorgesetzten ist Vorsicht geboten. Es gibt verschiedene Typen von Chefs. Da wäre zum einen ...

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... der Aufsteiger. Er tut alles für seine Karriere. Bewunderung und Aufmerksamkeit braucht er wie die Luft zum Atmen. Also geben Sie ihm nicht das Gefühl, Sie hätten mehr drauf als er. Offene Kritik sollten Sie für sich behalten, vor allem wenn Sie neu im Unternehmen sind.

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Ganz anderes Vorgehen fordert der Ansichreißer. Er macht am liebsten alles selbst, um die volle Kontrolle über die Arbeitsvorgänge zu behalten. Spontan neue Ideen zu präsentieren, ist bei diesem Chef nicht angebracht. Am besten Sie bleiben stets sachlich, berichten über den Zwischenstand Ihrer Arbeit und legen deutlich offen, wie Sie weiter vorgehen werden. Wer seinen Anspruch an Ordnung und Struktur erfüllt, gewinnt langsam sein Vertrauen - und vielleicht auch ein Stück mehr Eigenverantwortung und Handlungsspielraum.

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Ein schwieriger Fall ist der ahnungslose Chef. Keiner weiß genau, wieso er eigentlich den Posten hat, auf dem er sitzt. An der fachlichen Kompetenz liegt es jedenfalls nicht. Das sollten Sie ihn aber nicht wissen lassen - dann wird er unmissverständlich deutlich machen, wer hier der Boss ist. Wenn Sie sich aber diplomatisch verhalten, kommen Sie auch mit dieser Art Vorgesetzten gut zurecht und überstehen die ersten 100 Tage im neuen Job spielend.

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Chefs, die zum Typ Ausraster zählen, steigern sich manchmal schon bei der kleinsten Gelegenheit in einen Tobsuchtsanfall hinein und geben Mitarbeitern gar keine Chance, rational zu argumentieren. Das ist alles andere als angenehm, aber wegducken hilft auch nicht. Am besten immer ruhig bleiben - und wenn es zu viel wird: einfach gehen. Machen Sie deutlich, dass Sie gerne über das Problem sprechen - aber in einem anderen Ton.

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Nach zwei Monaten: Keine Panik!

Seien Sie nicht zu perfektionistisch. Am Anfang dauern viele Dinge etwas länger, einfach weil Sie noch nicht die nötige Routine haben. Diese Eingewöhnungsphase müssen Sie sich zugestehen - in Hektik und Unzufriedenheit mit sich selbst zu verfallen, hilft niemandem weiter. Manchmal ist es sinnvoll, einfach ein wenig mehr Zeit einzuplanen und vielleicht morgens eine halbe Stunde früher zu kommen, um konzentriert das Arbeitspensum zu bewältigen.

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Mit jedem Tag wird der Weg zur Arbeit ein wenig entspannter und die Leistung hoffentlich besser. Das gibt ein gutes Gefühl, reicht aber noch nicht ganz. Um als vielversprechende Nachwuchskraft einen festen Platz in den Köpfen der Vorgesetzten und Kollegen zu bekommen, müssen die eigenen Erfolge auch gut verkauft werden. Also scheuen Sie sich nicht, über Ihre eigenen Leistungen zu sprechen. Dann wird's auch nach den ersten 100 Tagen was mit dem Job.

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Weitere Tipps für die Anfangszeit als neuer Mitarbeiter gibt es in: "Im neuen Job. Überlebenstipps für die ersten 100 Tage" von Gunda Achterhold und Dawn Parisi, Sanssouci 2009.

(sueddeutsche.de/holz/joku/bgr)

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