Headhunter im Gespräch Privates ist erlaubt

Skurrile Fehler im Bewerbungsgespräch

Nur nicht am Bein kratzen

sueddeutsche.de: Was können Bewerber sonst noch besser machen?

Pape: Der Lebenslauf muss der Stelle angepasst sein, auf die man sich bewirbt. 80 Prozent aller Lebensläufe sind Schrott. Sie sind für die Personaler wie ein Suchquiz: Der Bewerber schreibt alles über sich hinein und der Personaler muss sich das raussuchen, was er wissen muss. Der Arbeitgeber sollte auf einen Blick sehen, was den Bewerber für das Unternehmen qualifiziert. Es muss deutlich werden, dass sich der Bewerber mit der Stelle und mit der Firma auseinandergesetzt hat. Mit einem guten Lebenslauf hat ein Bewerber gute Chancen sich von der Masse abzuheben.

sueddeutsche.de: Welche Qualifikationen sind Unternehmen bei Bewerbern heute wichtig?

Pape: Soft Skills sind inzwischen wesentlich wichtiger als Hard Skills. Die Schwierigkeit ist, diese auch rüberzubringen. Im Lebenslauf kann man sie nur schwer präsentieren, aber im Gespräch achten Personaler darauf. Am Ende entscheiden ja auch sie aus dem Bauch heraus, welchen Kandidaten sie nehmen: Den, der ihnen am sympathischsten ist.

sueddeutsche.de: Wie kann man im Vorstellungsgespräch seine Soft Skills zur Geltung bringen?

Pape: Es ist durchaus legitim, auch mal Beispiele aus dem Privatleben zu bringen, davon zu erzählen, beispielsweise in welchen Vereinen man aktiv ist. Es geht schließlich darum, Appetit auf sich zu machen. Jedes Beispiel, das verdeutlicht, wie man ist, hilft da weiter. Man sollte also immer authentische Geschichten parat haben, statt in Worthülsen über sich zu schwärmen ("Ich bin dynamisch ...") oder im Konjunktiv ("Ich würde, ich könnte ...")zu reden.

Worthülsen in der Bewerbung

Fällt euch nichts Besseres ein?