Hannover (dpa/lni) - Zum Tag der Arbeit haben Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zum Zusammenhalt aufgerufen. In der Corona-Krise werde sichtbar, wie viele Beschäftigte „unverzichtbar sind, um den Laden am Laufen zu halten“, sagte der SPD-Politiker in einer gemeinsamen Videoansprache mit DGB-Bezirkschef Mehrdad Payandeh. Weil verwies auf den Lebensmittelhandel, die Logistik, das Reinigungswesen und die Pflege. „Ich hoffe sehr, dass das nach der Krise nicht in Vergessenheit gerät und wir uns alle dafür einsetzen, dass in diesen Berufsfeldern die Arbeitsbedingungen verbessert und die Löhne erhöht werden - ich will meinen Teil dazu beitragen.“
Payandeh betonte, dass gute Arbeitsbedingungen und Bezahlung nur gemeinsam erkämpft werden könnten. „Solidarität verbindet, gibt dem einzelnen Wehrlosen die Kraft, wehrhaft zu werden.“ Er forderte zudem Solidarität mit den Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos, mit Obdachlosen und mit Menschen, die für wenig Geld arbeiten. „Auch diese dürfen in der Krise nicht vergessen werden“, sagte Payandeh.
Die am 1. Mai üblichen Veranstaltungen des DGB fallen dieses Jahr wegen des Coronavirus zum ersten Mal seit 1949 aus. Stattdessen organisiert der Gewerkschaftsbund digitale Kundgebungen.
