HannoverKlinikbeschäftigte: Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld

Detlef Ahting, ver.di-Landesbezirksleiter Niedersachsen-Bremen.
Detlef Ahting, ver.di-Landesbezirksleiter Niedersachsen-Bremen. picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Krankenhausbeschäftigte in Niedersachsen und Bremen haben mehr Personal, Entlastung und höhere Löhne gefordert. Neben dem nötigen Gesundheitsschutz in der...

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Hannover (dpa/lni) - Krankenhausbeschäftigte in Niedersachsen und Bremen haben mehr Personal, Entlastung und höhere Löhne gefordert. Neben dem nötigen Gesundheitsschutz in der Corona-Krise erwarteten die Beschäftigten „weiterreichende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen“, sagte der Landesleiter der Gewerkschaft Verdi für Niedersachsen und Bremen, Detlef Ahting, am Dienstag anlässlich des Internationalen Tages der Pflege. „Nie war sichtbarer als in der aktuellen Corona-Pandemie, dass die Beschäftigten in den Krankenhäusern systemrelevant sind.“

Gefordert wurden eine bedarfsgerechte Personalbemessung, planbare Arbeitszeiten, mehr Freizeit und mehr Lohn sowie die bedarfsgerechte Finanzierung der Kliniken. „Der Applaus für die Beschäftigten tut gut, aber nun ist Zeit für wirkliche Verbesserungen“, sagte Verdi-Gesundheitsexperte David Matrai. „Dies betrifft alle Krankenhausbeschäftigten - egal ob in der Pflege, Reinigung oder Küche.“ Wenn Politik und Arbeitgeber die Anerkennung ernst meinten, sollten sie allen Klinikbeschäftigten Prämien von 1500 Euro zahlen.

Nadya Klarmann, Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, sagte: „Ich wünsche mir, dass die Arbeit der Pflegenden endlich so gewürdigt und honoriert wird, wie es sich für einen professionellen Beruf gehört.“ Kliniken seien rein wirtschaftlich organisiert, am Personal sei jahrelang gespart worden. Die Kammer forderte, die Gesundheit von Pflegerinnen und Pflegern müsse in der Corona-Krise geschützt werden - mit ausreichend Schutzausrüstung und Covid-19-Tests. Das gesamte Pflegepersonal solle Corona-Prämien erhalten, Kliniken dürften zudem nicht länger als Wirtschaftsunternehmen betrachtet werden.

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