HamburgWarnstreiks im öffentlichen Dienst? Gewerkschaft kampfbereit

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Die Gewerkschaft Verdi hat für den Hamburger öffentlichen Dienst die Bereitschaft zu Warnstreiks signalisiert, falls sich die Arbeitgeber nicht bewegen sollten....

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Hamburg (dpa/lno) - Die Gewerkschaft Verdi hat für den Hamburger öffentlichen Dienst die Bereitschaft zu Warnstreiks signalisiert, falls sich die Arbeitgeber nicht bewegen sollten. Die Beschäftigten seien bereit, für die Lohnforderung von 4,8 Prozent mehr Entgelt zu kämpfen, sagte die Tarifexpertin und stellvertretende Hamburger Verdi-Vorsitzende Sieglinde Frieß am Donnerstag in der Hansestadt. Viele der Beschäftigten im öffentlichen Dienst hätten wegen der Corona-Krise zusätzliche Belastungen zu tragen gehabt, etwa in den Krankenhäusern oder den städtischen Kitas.

Die Tarifverhandlungen werden bundesweit für rund zwei Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen geführt und beginnen am kommenden Dienstag in Potsdam. Hamburg ist in einer Sondersituation im Vergleich zu anderen Großstädten, weil die Beschäftigten der kommunalen Verwaltung im Dienst des Landes stehen und damit einem anderen Tarifvertrag unterliegen. Die Freie und Hansestadt Hamburg ist mit 75 000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Stadt.

Bei den Verhandlungen geht es jedoch lediglich um 45 000 Beschäftigte, die bei Bundesbehörden wie dem Zoll oder dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie arbeiten oder bei kommunalen Unternehmen. Die größten Bereiche sind die Krankenhäuser mit 18 000 Beschäftigten, die städtischen Kitas mit 6500 und die Stadtreinigung mit 3200. Auch der private Klinikkonzern Asklepios zahlt nach dem Tarif für den öffentlichen Dienst und ist somit einbezogen.

Die Gewerkschaft Verdi hat nach eigener Darstellung anstelle einer Tarifverhandlung angesichts der Corona-Krise zunächst eine kurzfristige Übergangsregelung vorgeschlagen, doch hätten die Arbeitgeber das abgelehnt. Sie sehen angesichts der Corona-Probleme keinen Spielraum für Lohnerhöhungen.

„Das Arbeitgeberverhalten ist eine absolute Kampfansage“, bemerkte Frieß. Sollte es in Hamburg zu Warnstreiks kommen, so sollten nicht besonders von der Corona-Pandemie betroffene Bevölkerungsgruppen getroffen sein, etwa die Eltern von Kita-Kindern oder die Patienten auf den Intensivstationen von Krankenhäusern.

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