Kiel/Hamburg (dpa/lno) - Die Zahl der Arbeitsschutz-Kontrollen in deutschen Betrieben ist weiter gesunken. Im Jahr 2018 machten die zuständigen Länderbehörden 167 000 Betriebsbesichtigungen, nachdem es 2017 knapp 183 000 gewesen waren - und 2008 mehr als 332 000. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dagegen gab es in Hamburg (von 2757 auf 2938 Kontrollen) und in Schleswig-Holstein (von 2288 auf 2496) aber Anstiege.
Zehn Jahre zuvor waren es in der Hansestadt noch 5125 Kontrollen und in Schleswig-Holstein 5501. Im nördlichsten Bundesland sank die Zahl der Beanstandungen in diesem Zeitraum von mehr als 12 000 auf unter 3000. Nur Bremen zählte zuletzt weniger. In Hamburg stieg die Zahl der Beanstandungen von 3551 auf 4865. In Schleswig-Holstein waren 55 Arbeitsschutzbeamte im Jahr 2018 unterwegs; nur Bremen und das Saarland hatten weniger. In Hamburg waren es 62 Beamte.
Der Abstand bis zu einer erneuten Kontrolle eines Betriebs verlängerte sich in Deutschland 2018 im Schnitt auf 25 Jahre. 2008 waren es keine 12 Jahre. Schleswig-Holstein kam 2018 mit 45,5 Jahren auf den zweitschlechtesten Wert aller Bundesländer. Hamburg stand mit 21,2 Jahren deutlich besser da. Deutlich am kürzesten ist der Takt nach den jüngsten Daten für 2018 in Mecklenburg-Vorpommern mit 5,5 Jahren im Schnitt.
