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Gehalt:In welchen Städten verdienen Fach- und Führungskräfte am meisten?

In Hamburg handeln internationale Konzerne, Frankfurt ist das deutsche Finanzzentrum, in München gibt es eine große Bandbreite an Unternehmen. Das wirkt sich auf das Gehaltsniveau aus.

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Platz 10: Leipzig

Blick auf das Stadtzentrum von Leipzig

Quelle: imago/Andreas Weihs

Das Gehalt ist Verhandlungssache - aber nicht nur. Wie viel Fach- und Führungskräfte in Deutschland verdienen, hängt neben weiteren Faktoren nämlich auch vom Standort ab. Im Bundesschnitt beziehen Fach- und Führungskräfte 58 100 Euro brutto im Jahr, hat das Jobportal Stepstone ermittelt - ausgewertet aus 85 000 Gehaltsangaben auf der Plattform. Beim Gehaltscheck der zehn größten deutschen Städte zeigen sich aber erhebliche Unterschiede.

Auf Platz zehn landet die zehntgrößte Stadt: Leipzig. Dort verdienen Fach- und Führungskräfte im Schnitt etwa 44 300 Euro brutto im Jahr. Sie liegen also deutlich unter dem Schnitt. Besser verdienen die Arbeitnehmer in der Automobilbranche (45 800 Euro) und im Bereich IT & Internet (44 600 Euro), die dort mit der Telekom, Siemens und BMW große Arbeitgeber finden.

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Platz 9: Berlin

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Quelle: Yevhenii Baraniuk/Unsplash

Dass die Größe der Stadt nicht mit dem Gehaltsranking einhergeht, zeigt die Hauptstadt. Die Fach- und Führungskräfte in der mit Abstand größten deutschen Stadt landen im Vergleich der Großstadtgehälter nur auf Platz neun. Sie verdienen durchschnittlich 54 300 Euro im Jahr.

Allerdings sollten Jobwechselkandidaten immer auch die Lebenshaltungskosten am Arbeitsort berücksichtigen. Da steht Berlin - auch verglichen mit anderen europäischen Metropolen - sehr gut da. Die Hauptstadt zieht deshalb auch Talente aus dem Ausland an. Sie ist vor allem für IT-Experten (56 000 Euro Jahresgehalt) und Marketing-Spezialisten (54 400 Euro) attraktiv. Wie Sie noch ITler werden können, lesen Sie übrigens hier.

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Platz 8: Dortmund

Industrieruine Phoenix-West

Quelle: dpa

Knapp über dem Bundesschnitt liegen die Gehälter der Fach- und Führungskräfte mit 58 200 Euro brutto im Jahr in Dortmund. Die größte Stadt im Ruhrgebiet hat weiterhin einen starken industriellen Kern. Besonders gut verdienen in Dortmund Versicherungsvertreter (67 100 Euro) und Ingenieure (65 500 Euro), zeigt die Auswertung von Stepstone. Nur knapp 50 Kilometer weiter allerdings ...

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Platz 7: Essen

Sonnenuntergang im Ruhrgebiet

Quelle: picture alliance / dpa

... verdienen die Fach- und Führungskräfte in Essen noch etwas besser: 59 500 Euro im Jahr nämlich. Die Ruhrgebietsstadt ist traditionell für ihre Kohle- und Stahlindustrie bekannt, aber auch Standort zahlreicher Konzerne und eines leistungsfähigen Mittelstands. Die Fach- und Führungskräfte der Energiebranche verdienen hier durchschnittlich 76 300 Euro. In der Branche IT & Internet bekommen Angestellte 60 900 Euro.

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Platz 6: Hamburg

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Quelle: Jonas Tebbe/Unsplash

In Hamburg verdienen Fach- und Führungskräfte durchschnittlich 60 800 Euro brutto im Jahr. Die zweitgrößte Stadt Deutschlands liegt im Gehaltsranking damit auf Platz sechs. Mit ihrem Hafen ist die Großstadt traditionell ein Ort des internationalen Handels, an dem sich zahlreiche Großkonzerne angesiedelt haben. Vielleicht sollten die Hamburger mal wieder über ihre Gehaltsentwicklung sprechen? Warum das wichtig ist, erklärt hier ein ehemaliger Personaler und Führungskräfte-Berater. Berater verdienen in der Hansestadt im Schnitt übrigens 63 500 Euro.

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Platz 5: Köln

Sonne in Köln

Quelle: dpa

Platz 5 im Gehaltsranking geht an Köln. Fach- und Führungskräfte verdienen im Schnitt 62 900 Euro brutto im Jahr. Die Stadt am Rhein ist traditionell Handelsstadt und ein führender Standort für Logistik und Medien. Trotz der guten Platzierung wird die Kölner allerdings jucken, ...

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Platz 4: Düsseldorf

Sonnenuntergang in Düsseldorf

Quelle: Kevin Kurek/dpa

... dass die Düsseldorfer noch besser verdienen. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt haben zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen ihren Sitz. Fach- und Führungskräfte kommen im Schnitt auf 66 800 Euro und damit auf Platz vier der Großstädter mit den besten Gehältern. Beispiele für Branchen mit guten Gehältern am Standort sind die Vertriebler mit 68 500 Euro Jahresgehalt, IT-Spezialisten mit 65 700 Euro und Marketing-Experten mit 65 500 Euro.

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Platz 3: Stuttgart

Innenstadt Stuttgart

Quelle: dpa

In Stuttgart passt nicht nur das Gehalt: Fach- und Führungskräfte kommen im Schnitt auf rund 68 000 Euro brutto im Jahr und sind damit sehr glücklich. Das hat der Zufriedenheitsindex der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu gezeigt. In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs sind internationale Großkonzerne wie Daimler und Bosch vertreten und viele kleine und mittelständische Unternehmen. Das Gehaltsniveau heben Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau (76 500 Euro) und vor allem die Angestellten der Automobilbranche (82 900 Euro im Jahr). Diese verdienen sogar mehr ...

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Platz 2: München

FËÜnwetter ¸ber Bayern

Quelle: dpa

... als die Autobauer in München. Fach- und Führungskräfte der Automobilbranche verdienen in der bayerischen Landeshauptstadt nämlich 79 400 Euro. Über alle Branchen hinweg kommen die Münchner auf ein durchschnittliches Gehalt von 70 600 Euro brutto im Jahr und auf Platz zwei. Das ist allerdings auch notwendig: Die Stadt gilt als die teuerste in Deutschland, gerade was das Wohnen betrifft. Besonders hohe Gehälter bietet in München etwa die Versicherungsbranche (80 000 Euro).

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Platz 1: Frankfurt am Main

Frankfurt Financial District

Quelle: Getty Images

Die besten Gehälter der Großstädter werden in der deutschen Finanzmetropole verdient. Die Frankfurter Fach- und Führungskräfte bekommen im Schnitt 73 200 Euro im Jahr. Finanzexperten, die ein Gehalt in Frankfurt verhandeln wollen, können sich am Durchschnittsgehalt von 79 500 Euro orientieren. Wer nicht nach Frankfurt ziehen will, kann sich anschauen, welche Faktoren das Gehalt noch beeinflussen: In welchen Branchen am meisten verdient wird, ob sich ein Uniabschluss lohnt und wie sich die Berufserfahrung auswirkt, lesen Sie hier.

© SZ.de/lho/mkoh

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