Facebook Eine klare Strategie muss her

Spätestens jetzt sollte man sich eine ganz klare Strategie zur digitalen Erweiterung seines Freundeskreises überlegen. Will ich die Gruppe derjenigen, die meine hier veröffentlichten Gedanken, Bilder und Videoclips einsehen können, so halten, dass meine Postings nicht jedes Mal durch die eigene Zensur laufen müssen? Hier zählt der kleinste gemeinsame Nenner. Die von mir verbreiteten Inhalte sollten für jeden einzelnen meiner Facebook-Freunde geeignet sein. Sind sie das nicht, muss ich entweder etwas an meinen Veröffentlichungen oder am Empfängerkreis ändern.

Ich habe mir dazu bereits bei der Einrichtung meines Accounts Gedanken gemacht. In meine Freundesliste kommen nur jene Personen, mit denen ich private Inhalte teilen möchte. Alle anderen Anfragen nach einer digitalen Freundschaft beantworte ich zwar höflich, dennoch eindeutig mit der Bitte um Verständnis, dass mein Facebook-Account rein privater Natur ist. Alternativ kann man eine Vernetzung auf Xing oder LinkedIn anbieten oder eine öffentliche Facebook-Seite einrichten und dazu einladen - in meinem Fall zum Beispiel www.facebook.com/stilbrief.

Ablehnung führt zu Missstimmung. Diese lässt sich am besten vermeiden, indem man Alternativen anbietet. Wer Kinder hat, die unnachgiebig Süßigkeiten einfordern, weiß, wovon ich spreche.

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