EU-Recht:Immer mehr befristete Verträge

Fast jeder zweite neu eingestellte Arbeitnehmer (46 Prozent) bekam 2010 zunächst einen Job auf Zeit. 2001 waren es lediglich 32 Prozent. Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) halten den befristeten Vertrag inzwischen für die "dominante Einstellungsform". Befristete Einstellungen sind aber häufig auch der Einstieg in eine Dauerbeschäftigung.

Nach dem 2001 in Kraft getretenen Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) gibt es zwei Arten von befristeten Arbeitsverträgen. Der "kalendermäßig befristete Arbeitsvertrag" endet nach Ablauf eines vorher festgelegten Datums. Der "zweckbefristete Arbeitsvertrag" läuft aus, wenn sein Zweck erfüllt ist. So kann ein Arbeitnehmer etwa zum Zweck der Elternzeitvertretung oder als Ausgleich für einen erkrankten Mitarbeiter eingestellt werden. Der Vertrag endet dann, wenn der Kollege zurückkehrt.

Bei den kalendermäßig befristeten Verträgen ist eine Begrenzung höchstens auf zwei Jahre zulässig (Paragraf 14 TzBfG). Außerdem kann der Vertrag innerhalb dieser zwei Jahre höchstens dreimal verlängert werden. Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts darf der Arbeitnehmer zudem in den drei Jahren zuvor nicht für das Unternehmen gearbeitet haben (Az.: 7 AZR716/09). Ist der Arbeitnehmer bei Beginn des befristeten Jobs 52 Jahre oder älter, muss die Befristung seines Vertrags von bis zu fünf Jahren Dauer nicht sachlich begründet werden.

Lesen Sie hier, was Sie über befristete Arbeitsverträge wissen müssen.

© Süddeutsche.de mit dpa/dapd/holz
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