Erfurt (dpa/th) - Sieben Prozent aller Auszubildenden in Thüringen sind nach Angaben der Thüringer Migrationsbeauftragten Mirjam Kruppa Zugewanderte. Dem hiesigen Ausbildungsmarkt würden diese jungen Menschen gegen den aktuellen Negativtrend helfen, sagte Kruppa am Mittwoch in Erfurt. „Die Zahl der Auszubildenden in Thüringen geht seit 2012 stetig zurück.“ Zukünftig würden dem Freistaat auch deswegen Fachkräfte fehlen.
„Viele der jungen Menschen, die vor rund fünf Jahren als Geflüchtete kamen, haben zwischenzeitlich so gut Deutsch gelernt und Schulbildung nachgeholt, dass sie die Voraussetzungen für eine Ausbildung erfüllen“, machte Kruppa deutlich. Was diese Frauen und Männer in so kurzer Zeit und oftmals unter erschwerten Bedingungen geleistet hätten, sei absolut beeindruckend. „Auf nicht wenigen von ihnen lastet die Sorge um Angehörige in der Heimat und die Angst, abgeschoben zu werden.“
Es habe sich bewährt, dass der Freistaat von Anfang an auch verstärkt in die Bildung junger Geflüchteter investiert habe. Die Landesprogramme Start Deutsch und Start Bildung trügen dazu bei, „dass diese jungen Menschen fit für die Ausbildung werden“, so Kruppa.
