Emotionale Intelligenz in der Gehaltsverhandlung Mehr Geld für Sensibilchen?

Zwei Jahre nach diesen Tests wurde der Karrierefortschritt der Testpersonen gemessen, indem das aktuelle Gehalt ermittelt wurde. Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass diejenigen einen höheren Verdienst aufwiesen, die gleichzeitig über eine hohe emotionale Intelligenz und einen ausgeprägten Karrierewillen verfügten. Neben sozialer Herkunft, beruflichen Netzwerken, Intelligenz oder Aus- und Weiterbildung beeinflusst das Wissen um die eigenen Gefühle und die anderer Menschen den beruflichen Aufstieg somit positiv, wenn er denn gewünscht ist.

Bewerbung: Worauf Personaler achten (5)

Probezeit: "Sorry, das war wohl nix"

Anders als in den Vereinigten Staaten spielt die Analyse der emotionalen Intelligenz bei Bewerbungsverfahren hierzulande noch eine untergeordnete Rolle. Doch vielleicht wird sich das künftig ändern. Denn wenn Tätigkeiten mit hoher emotionaler Belastung verbunden sind, kann eine ausgeprägte emotionale Intelligenz etwas über die Leistungsfähigkeit aussagen, erklärt Professor Blickle.

Wer zum Beispiel auf einer onkologischen Palliativstation arbeitet und täglich vielen schlechten Nachrichten ausgesetzt ist, braucht einen klugen Umgang mit Gefühlen. Sonst droht die Person beizeiten zu scheitern. Neben kognitiver Intelligenz und einer überzeugenden Persönlichkeit gibt also die Höhe der emotionalen Intelligenz Aufschluss über die künftige Leistung am Arbeitsplatz. Blickle hat dies in einer weiteren Studie nachgewiesen. Diese Erkenntnis könnten sich Personaler in Zukunft zunutze machen.

Wie hoch ist Ihre Emotionale Intelligenz? Machen Sie den Test auf sueddeutsche.de.