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Dresscode für Männer im Beruf:Eher Typ "Danny de Vito" oder Typ "Sky du Mont"?

Gürtel: Farbe und Material sollten immer zu den Schuhen passen - allerdings auch nicht zum optischen Overkill werden. "Krokoleder am Fuß und an der Taille ist einmal Kroko zu viel", sagt der Experte. Der perfekte Gürtel zum Anzug ist nicht breiter als 3,5 Zentimeter und hat eine dezente Schließe aus Silber- oder Palladiumauflage.

Schmuck: Armketten, Ohrringe, Siegelringe oder Anstecknadeln hält der Stilberater für verzichtbar. Drei Schmuckstücke bilden allerdings eine Ausnahme: Ehering, Uhr und Manschettenknöpfe. Letztere seien besonders in gehobenen Positionen oder zu Abendveranstaltungen ein passendes Accessoire, sollten aber unbedingt dezent gehalten sein. Eine besondere Rolle nimmt die Herrenuhr ein: Statussymbol, Style-Veredler und Ausdruck der Persönlicheit in einem.

Die richtige Größe: Stilberater Rose fasst drei Größentabellen zusammen: für untersetzte, normale und schlanke Größen. "Typ Danny de Vito" (klein und rundlich) trägt demnach eine 20er Größe, idealerweise kurze und weite Jacken sowie Gürtel statt Hosenträgern. Typ "Giovanni di Lorenzo" trägt normale Konfektionsgröße zwischen 46 und 60. Typ "Sky du Mont" (schlank und größer als 1,90 Meter) braucht dagegen Größe 90 bis 116 und unbedingt ein Sakko, das den Po bedeckt. Besonders kräftige, muskulöse oder athletisch gebaute Männer sind auf Maßanfertigungen angewiesen.

Gut zu wissen:

  • Auch das beste Outfit kann an Ungepflegtheit scheitern. Daher sollte Mann auf einen guten Haarschnitt sowie gepflegte Hände und Fingernägel bedacht sein.
  • Ungeputzte Schuhe und abgelaufene Sohlen sind im wahrsten Sinne des Wortes untragbar. Beim Schuhkauf unbedingt auf Qualität achten - und die Schuhe pflegen.
  • Das T-Shirt unter dem Hemd sollte nicht zu sehen sein, daher besser zu Shirts mit V-Ausschnitt greifen. Oder wie es der Stilberater auf den Punkt bringt: "Rundhals-Shirts im amerikanischen Stil sind schon lange passé."
  • Wenn Krawatten im Unternehmen zum Dresscode gehören, sind Kurzarmhemden tabu. Steigen die Temperaturen im Sommer ins Unerträgliche oder fällt die Klimaanlage aus, darf der Mann sich die langen Hemdsärmel hochkrempeln - allerdings nie bis über den Ellenbogen.
  • A propos Sommer: Offene Schuhe sind etwas für die Freizeit.
  • Anzüge und Hemden immer passgenau kaufen, wenn nötig anpassen lassen. Stilberater Andreas Rose hat beobachtet, dass Männer oft eine Konfektionsnummer zu groß tragen.
  • Männer die größer sind als 1,90 Meter lassen sich am besten abmessen, um das passende Sakko zu finden. Die normalen 50-er-Größen fallen bei großen Männern zu kurz aus.
  • Ein Einstecktuch im Sakko sieht immer gut aus. Der Stoff sollte qualitativ hochwertig sein. Achtung: Das Material und die Farbe des Einstecktuchs sollte nicht mit dem Krawattentuch identisch sein, sondern nur mit ihm harmonieren. Ein Klassiker ist Andreas Rose zufolge das weiße Einstecktuch aus Baumwolle. Wer's moderner mag, könne ein Tuch aus farbiger Seide oder Cashmere wählen.
  • Der Geldbeutel gehört nicht in die Gesäßtasche. In der stilvollen Variante trägt der Mann seine Wertsachen in einem kleinen Portemonnaie in der Innentasche des Sakkos.

Experte Andreas Rose arbeite als Stilcoach und Personal Shopper. Er berät sowohl Männer als auch Frauen und berichtet in seinem Blog regelmäßig über die neuen Trends der internationalen Modeszene.

© Süddeutsche.de/mkoh/dd
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