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Digitalisierung:Pandemie verändert Jobprofile

Die Corona-Pandemie zwingt Führungskräfte weltweit dazu, die Stellenprofile in ihren Unternehmen zu überdenken und neu zu gestalten. Dies trifft besonders auf den IT-Bereich zu, etwa auf Arbeitsplätze in der Buchhaltung oder auf IT-Support-Stellen, wie eine aktuelle Studie des Personaldienstleisters Robert Half zeigt. Die digitale Transformation, die durch die Pandemie auf der Agenda vieler Führungskräfte nach oben gerückt sei, decke dabei Qualifikationslücken auf, so die Studie. Viele IT-Abteilungen müssten derzeit für die Mitarbeiter eine Struktur für mobiles Arbeiten schaffen. Um den neuen Arbeitsweisen gerecht zu werden, benötigten Bewerber daher mehr technisches Verständnis. Es fehle vor allem an Kenntnissen im IT-Management und in der IT-Sicherheit. Doch nicht nur fachliche und digitale Fähigkeiten seien stärker gefragt: Mehr als ein Drittel aller Führungskräfte ist laut Studie der Meinung, dass sogenannte Soft Skills für den Umgang mit anhaltenden Belastungen und Unsicherheiten durch die Pandemie eine größere Bedeutung haben werden. An erster Stelle stehe dabei mit 34 Prozent die Führungskompetenz. Außerdem seien sowohl kreatives Denken als auch eine gute Kommunikation (jeweils 28 Prozent) wichtiger geworden. Da immer mehr Beschäftigte in Remote-Teams arbeiteten, könnten Unternehmen zunehmend auf Bewerber auf der ganzen Welt zurückgreifen. Dadurch hätten sich die "Talentpools" vergrößert.

© SZ vom 02.10.2020 / SZ

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