Das Team Von Flaschen oder Geschichtenerzählern umgeben

Der Kämpfer.

Er will nicht nur in der Sache vorwärts kommen, sondern auch auf der Karriereleiter nach oben klettern. Kommt er nicht zum Zuge, kann er auch aggressiv reagieren und vermeintlich gegnerische Gruppenmitglieder bekämpfen. Wichtig ist es daher, ihm Anerkennung zu zollen, wann immer dies angebracht ist, ihm aber gleichzeitig auch die Stirn zu bieten, wenn er anfängt zu stänkern. Der Fighter hat gelernt, für seine Sache einzustehen. Gelingt es, das Gesamtprojekt zu seiner Sache zu machen, kümmert er sich engagiert darum und verteidigt es auch nach außen.

Der Miesmacher.

Schwierig ist der Umgang mit dem Miesmacher. Er frustriert die Gruppe, indem er ihr deutlich zeigt, wie wenig er von der ganzen Sache hält. Entscheidend ist die Frage, warum er die Arbeit verweigert. Wurde er womöglich unfreiwillig in die Gruppe geschickt? Ist er richtig informiert? Fühlt er sich überfordert? Oder hat er einfach nur eine pessimistische Lebenseinstellung? Gute Projektleiter nehmen die Kritik erst, fordern aber vor allem eigene Vorschläge. Auch wenn es nervt, dass er in jeder Suppe ein Haar findet: Ein Nörgler sieht mitunter auch Fehler und Versäumnisse, die Optimisten nicht sehen wollen.

Die Flasche.

Sie ist der Albtraum jedes Projektleiters, dennoch taucht sie in fast jeder Projektgruppe auf. Die Flasche wird vom Vorgesetzten geschickt - und zwar aus dem einzigen Grund, dass er sie selbst nicht mehr sehen kann, weil sie schon vorher auf der ganzen Linie versagt hat. Trotzdem sollte der Projektleiter im Umgang mit ihr umsichtiges Verhalten üben. Manche vermeintliche Flasche ist in Wirklichkeit nur eine graue Maus. Erst wenn sich herausstellt, dass sie wirklich nichts kann, gibt es nur eine Lösung: Rauswurf!

Der Träumer.

"Man könnte doch ...", "Sollte man nicht ...", "Wäre es nicht besser..." - mit solchen Sätzen versetzt der Träumer ganze Arbeitsgruppen in Trance. Alle wollen vorankommen, doch er hat immer noch ein bessere Idee. Das mag anstrengend sein, doch es ist wichtig. Ein Träumer gehört in jede Gruppe. Er bringt originelle Ideen ein und bewegt sich in Sphären, deren Existenz andere nicht einmal ahnen. Aufgabe des Projektleiters muss es also sein, die Position kreativer Kollegen zu stärken und gleichzeitig darauf zu achten, dass sie sich nicht verzetteln. Denn oft sind es ausgerechnet die Träumer, die festgefahrene Projekte doch noch vor dem Scheitern bewahren.