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Serie "Arbeiten nach Corona":Der Stresstest für den Großraum

Plexiglasscheiben, Wegesysteme, Belüftungsanlagen: Um Mitarbeiter besser zu schützen, müssen sich Unternehmen mehr Gedanken über Arbeitsplätze machen. Geht es jetzt wieder zurück in Einzelbüros?

Von Julia Bergmann

Jan Teunen arbeitet in einer Art Kuriositätenkabinett. Der Schreibtisch des Autors und Kulturphilosophen ist umgeben von Kunst und Raritäten. Seltene Muscheln, ein polynesischer Würdestab, die Darstellung eines Gehirns aus dem 17. Jahrhundert - Teunens Einzelbüro ist voll damit. Die Corona-Krise kann er dort ausblenden. Dass ihm das Virus dort etwas anhaben kann: unwahrscheinlich. "Ich könnte hier bis in alle Ewigkeit sitzen und mir würde nichts fehlen", sagt er. Er kann dort konzentriert arbeiten, findet aber auch Zerstreuung, wenn er will. Und er fühlt sich sicher. Was ein Büro nach der Krise leisten muss? Genau das, findet Teunen. Er hat sich als Autor des Buchs "Officina Humana" schon vor Corona mit der Frage beschäftigt hat, in welcher Umgebung Menschen gut arbeiten können. Sein Ideal ist ein Einzelbüro. Das bedeutet aber nicht, dass das Großraumbüro ganz generell kein guter Ort zum Arbeiten wäre. "Der Multispace wird für viele Unternehmen die optimale Lösung bleiben", sagt er. Nur wie soll das funktionieren, viele Leute zur gleichen Zeit in einem offenen Arbeitsbereich? Das Virus wird sich freuen.

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