Bundesweiter Schülerstreik"Reiche Eltern für alle"

Zu große Klassen, zu wenig Lehrer, Schulstress im verkürzten Gymnasium: Zehntausende Schüler sind in ganz Deutschland für ein besseres Bildungssystem auf die Straße gegangen.

Mehrere zehntausend Schüler sind am Mittwoch in ganz Deutschland für ein besseres Bildungssystem auf die Straße gegangen.

"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut", lautete der Schlachtruf der Berliner Schüler. Hier protestierten mehrere tausend Schüler auf einem Marsch vom Roten Rathaus zum Bebelplatz gegen überfüllte Klassen. An Berliner Gymnasien sitzen laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Durchschnitt 28 Schüler in den Klassenräumen. An Realschulen sind es 27, an den Grundschulen durchschnittlich 24 Kinder pro Klasse.

Zudem forderten die demonstrierenden Schüler die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems mit seiner Unterteilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium, das in ihren Augen zu einer sozialen Spaltung der Schülerschaft führt.

Bild: ap

12. November 2008, 14:052008-11-12 14:05:00 ©